NewsAuslandChlorpyrifos wird in der EU verboten
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

Chlorpyrifos wird in der EU verboten

Freitag, 6. Dezember 2019

/dpa

Brüssel – Wegen Gesundheitsrisiken wird ein intensiv genutztes Pflanzenschutzmittel ab Ende Januar in Europa verboten. Der Insektenkiller Chlorpyrifos ist zwar in Deutschland nicht mehr auf dem Markt, wurde aber immer wieder auf importierten Orangen, Manda­rinen oder Grapefruits nachgewiesen.

Die EU-Staaten billigten nun heute mehrheitlich den Vorschlag, das Mittel nicht mehr zuzulassen. Es soll Schädlinge in der Landwirtschaft bekämpfen, steht jedoch im Ver­dacht, Erbgut und Nerven bei Kindern zu schädigen. Deutschland stimmte im zuständi­gen Expertengremium für das Verbot. In der Bundesrepublik sind nach offiziellen Anga­ben seit 2013 keine Produkte mit dem Wirkstoff mehr zugelassen.

Anzeige

Verboten wird auch die Variante Chlorpyrifos-Methyl, wie die EU-Kommission bestätigte. Hintergrund sind Bewertungen der europäischen Lebensmittelbehörde Efsa, die mögliche Risiken für die menschliche Gesundheit bestätigt hatte. Die EU-Kommission hatte des­halb vorgeschlagen, die Ende Januar auslaufende Zulassung nicht zu erneuern.

Gesundheits- und Umweltaktivisten begrüßten das Verbot. Das sei ein „Sieg für künftige Generationen“, erklärte das Netzwerk Heal und das Pesticide Action Network Europe.

Sobald die Entscheidung vom Freitag im Januar formalisiert ist, sind alle EU-Staaten verpflichtet, die Zulassung für die beiden Chemikalien zurückzuziehen. Danach können sie noch eine Übergangsfrist für Gebrauch, Lagerung oder Entsorgung von maximal drei Monaten gewähren. © dpa/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

21. Januar 2020
London – Viele EU-Ausländer in Großbritannien sind nach einer neuen Untersuchung wegen des Brexits stark verunsichert, obwohl sie bereits ein Aufenthaltsrecht für das Vereinigte Königreich bekommen
Angst unter EU-Ausländern wegen Brexits trotz Aufenthaltsrechts
20. Januar 2020
Brüssel – Das EU-Parlament richtet einen Sonderausschuss zur Krebsbekämpfung ein. „Wir wollen den Menschen einen europäischen Mehrwert bei Prävention, Diagnose, Nachbehandlung und sozialen Rechten
EU-Parlament richtet Sonderausschuss für Krebs ein
17. Januar 2020
Berlin – Importierte Lebensmittel aus Nicht-EU-Staaten überschreiten besonders häufig Grenzwerte für Rückstände von Pflanzenschutzmitteln. Im Jahr 2018 lagen 8,8 Prozent der untersuchten Proben über
Nicht-EU-Lebensmittel häufiger mit Pflanzenschutzmitteln belastet
17. Januar 2020
New York – Die US-Klagewelle gegen Bayer wegen angeblicher Krebsgefahren von Unkrautvernichtern mit dem Wirkstoff Glyphosat reißt nicht ab, doch es könnte schon bald einen Vergleich geben. Der im
Glyphosat-Klagen gegen Bayer: Mediator hofft auf raschen Vergleich
15. Januar 2020
Straßburg – Das Europaparlament hat Großbritannien in einer Resolution aufgefordert, EU-Bürgern auch nach dem Brexit weitgehende Freizügigkeit zuzusichern. Eine große Mehrheit der Abgeordneten stimmte
Brexit: Europaparlament dringt auf Freizügigkeit für EU-Bürger
15. Januar 2020
Straßburg – EU-Abgeordnete mehrerer Fraktionen haben italienischen Politikern die Verbreitung von Falschinformationen zum Projekt einer europaweit verbindlichen Lebensmittelampel vorgeworfen. „Die
EU-Abgeordnete beklagen Falschinformationen aus Italien zu Lebensmittelampel
14. Januar 2020
Straßburg – Investitionen für eine Billion Euro sollen bis 2030 die europäische Klimawende anschieben. Das Geld soll etwa zur Hälfte aus dem EU-Haushalt kommen, der Rest von den EU-Staaten und
LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER