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Ärzteschaft

Hausärzte in der Bevölkerung hoch angesehen

Montag, 9. Dezember 2019

/dpa

Berlin – Hausärzte genießen hohes Ansehen in der Bevölkerung, mehr noch als Pro­fessoren oder Richter. Das ist ein Ergebnis einer Umfrage, bei der 1.007 Wahlberechtigte vom Meinungsforschungsinstitut Kantar im Auftrag der Konrad-Adenauer-Stiftung befragt wurden.

75 Prozent der Befragten meinten, Hausärzte genössen „viel“ oder „sehr viel“ gesell­schaft­­li­chen Respekt. Damit liegen die Ärzte auf Platz eins. Dahinter folgen Professoren (72 Pro­zent) und Richter (69 Prozent).

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Jedoch sagten 28 Prozent, Hausärzte hätten früher mehr Hochachtung erfahren. Sieben Prozent gaben gegenteilig an, Hausärzte hätten früher weniger Anerkennung in der Ge­sell­schaft gehabt.

Anhänger von Union und SPD sowie der Grünen und der AfD bewerteten die Wertschät­zung von Hausärzten in der Gesellschaft ähnlich hoch. Unter Wählern der Linken und der FDP wurde der Respekt gegenüber Ärzten geringer eingeschätzt. Männer und Frauen be­werteten die Wertschätzung der Ärzte gleich.

Bei Sympathisanten der Linken war der kleinste Respektverlust zu verzeichnen. Hier sind die Angaben von Union-, SPD-, FDP- und Grünen-Wählern sehr ähnlich. Am stärksten abgenommen hätte die gesellschaftliche Stellung laut Einschät­zung der AfD-Anhänger: Unter diesen sagten 44 Prozent, Hausärzte hätten früher mehr Wertschätzung genossen.

Respekt hängt von politischer Überzeugung ab

In Telefoninterviews im November 2019 wurden Einschätzungen der Teilnehmer erhoben, wie viel Respekt eine Berufsgruppe in der Gesellschaft hat oder früher hatte. Unter den abgefragten Berufen waren neben den bereits erwähnten auch Rettungskräfte, Polizisten, Lehrer und Pfarrer sowie Soldaten, Journalisten, Gewerkschafter und Politiker.

Rettungskräfte stehen laut der Umfrage auf Platz vier der Berufsrangliste. 57 Prozent der Teilnehmer sprachen ihnen „viel“ oder „sehr viel“ Respekt zu.

Für die Retter war die Wertschätzung unter Wählern der SPD am größten, gefolgt von denen der AfD und den Christdemokraten. Sympathisanten der Grünen und der Linken bildeten das Mittelfeld. FDP-Anhänger sprachen den Rettern mit 45 Prozent relativ selten „viel“ oder „sehr viel“ gesellschaftlichen Respekt aus. Auch gaben zehn Prozent mehr Männer als Frauen „sehr viel“ Respekt für Rettungskräfte an.

Unter Wählern der SPD, CDU/ CSU und FDP war das Verhältnis der Einschätzungen „früher mehr“ und „früher weniger“ Anerkennung relativ ausgeglichen. Unter Grünen-Sympathisanten zeigte sich sogar ein Zuwachs an geschätztem gesellschaftlichen An­se­hen. Einen auffallenden Respektverlust für Rettungskräfte verzeichneten AfD-Anhänger. © jff/aerzteblatt.de

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