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Medizin

Erhöhte Ozonwerte gehen mit steigenden Raten von Herzinfarkten in der Region einher

Montag, 9. Dezember 2019

picture alliance/dpa
Augsburg – Mittlere bis hohe Ozonwerte gehen mit steigenden Raten von Herzinfarkten in der Region einher. Das berichten Forscher der Universität Augsburg, des Universitäts­klinikums Augsburg, des universitären Zentrums für Gesundheitswissenschaften am Klinikum Augsburg sowie des Helmholtz Zentrums München in der Zeitschrift Atmospheric Environment (DOI 10.1016/j.atmosenv.2019.116975

„Ozon unterscheidet sich vom gewöhnlichen Luftsauerstoff unter anderem dadurch, dass es von drei Sauerstoffatomen gebildet wird und chemisch deutlich reaktiver ist. Bildet es sich in Bodennähe, stellt Ozon eine Gefahr für die Gesundheit dar“, erläutert Elke Hertig. Die Expertin für den Bereich „Regionaler Klimawandel und Gesundheit“ an der Medizinischen Fakultät der Universität Augsburg ist Hauptautorin der Studie. Die Forscher werteten für die Studie Daten des bevölkerungsbasierten KORA-Herzinfarktregisters Augsburg und lokale meteorologische Bedingungen aus.

„Am höchsten ist das Risiko für einen Herzinfarkt bei mittelhohen bis hohen Ozonwerten, gehen diese Werte aber über ein bestimmtes Maß hinaus, nimmt das Risiko wieder ab“, so Hertig. Die Forscher beobachteten einen Anstieg der Infarktraten bis zu einem maximalen relativen Risiko bei etwa dem 75%-Ozonperzentil (116 μg/m3).

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Die Abnahme des Infarktrisikos bei den höchsten Ozonwerten könnte laut den Wissen­schaftlern am Verhalten der Bevölkerung liegen: Sehr hohe Ozonwerte treten nämlich vor allem an heißen Tagen auf. „Viele Menschen halten sich dann mehr im Inneren auf und versuchen, körperliche Arbeit im Freien zu vermeiden, so dass sie dem Ozon dement­sprechend weniger ausgesetzt sind“, diskutieren sie ihre Ergebnisse.

Bei der vorliegenden Untersuchung handelt es sich um eine Beobachtungsstudie, die per se die Kausalität nicht klärt. Laut den Forschern untermauert die Studie aber die Annahme, dass von bodennahem Ozon eine Gesundheitsgefahr ausgeht. © hil/aerzteblatt.de

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Avatar #106067
dr.med.thomas.g.schaetzler
am Montag, 9. Dezember 2019, 22:39

Herzlichen Glückwunsch!

Ferdinand Wolfbeißer, alias Johann Niedermayer, Sechshauser Str. 41, 1150 Wien, "Über mich: Jahrgang 1946 — Bis zum Eintritt in den Ruhestand war ich Mitarbeiter bei einer Wiener Handelsfirma. Davor bis zum Jahr 1994 war ich Landwirt. Gruppenbild vom Meisterkurs 1967/68"
http://members.chello.at/meinewebseite/ und
http://members.chello.at/meinewebseite/Meisterkurs.htm
hat nicht den ersten Preis für den dümmsten Kommentar im DÄ gewonnen, sondern nur den zweiten für den zweitdümmsten.

Mf + kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
Avatar #748578
Ferdinand Wolfbeißer
am Montag, 9. Dezember 2019, 19:18

Gehe ich recht in der Annahme,

dass nur Personen mit einer Disposition, einen Herzinfarkt zu erleiden, gefährdet sind?
LNS

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