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Politik

Hausbesuche in Hamburg werden ausgeweitet

Donnerstag, 12. Dezember 2019

/W Production, stockadobecom

Hamburg – Hamburg dehnt sein Projekt für Senioren-Hausbesuche auf alle Bezirke aus. 2020 werden deshalb 15.000 Senioren zum 80. Geburtstag ein Anschreiben der Gesund­heits­behörde mit einem Termin für einen freiwilligen und kostenlosen Hausbesuch durch die Fachstelle Hamburger Hausbesuch am Albertinen Haus erhalten. Ein Pilotpro­jekt zu den Hausbesuchen lief seit September 2018 in den Bezirken Harburg und Eims­büttel.

„Mit dem Hamburger Hausbesuch wollen wir Einsamkeit im Alter vorbeugen und Hilfe­be­darf rechtzeitig erkennen“, sagte Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD). Ein gutes Drittel der Senioren habe das Angebot der Stadt ange­nommen.

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Das sei ein „voller Erfolg“ und viel mehr als man sich aufgrund von Erfahrungen anderer Städte erhofft habe. „Diese gute Resonanz und viele positive Rückmeldungen sind Grund genug, den Hausbesuch schon ein Jahr früher als geplant auf die ganze Stadt auszudeh­nen“, erklärte die Ministerin.

Die Gesundheitsbehörde rechnet aufgrund der Erfahrungen aus dem Pilotprojekt im kommenden Jahr mit rund 5.000 Hausbesuchen und hat dafür 1,5 Millionen Euro zur Ver­fügung gestellt. Die bisherigen Hausbesuche in den Pilotregionen fanden zu 94 Prozent in der eigenen Wohnung der Senioren statt. Drei Prozent der Angeschriebenen nahmen den Besuch im jeweiligen Bezirksamt wahr, vier Prozent in einem Pflegeheim.

Die Mehrheit der Hausbesuche fand in Anwesenheit einer Vertrauensperson (55 Prozent) statt. Die häufigsten Themen während der Besuche waren die gesundheitliche Situation (48 Prozent), die Mobilität (44 Prozent), die Wohnsituation (41 Prozent) und soziale Kon­takte (41 Prozent).

„Der Hamburger Hausbesuch ist ein wichtiger Baustein, um ein aktives und selbstbe­stimm­tes Altern im Quartier zu ermöglichen“, sagte Ralf Zastrau, Geschäftsführer im Al­bertinen Haus – Zentrum für Geriatrie und Gerontologie. Insgesamt werden im kommen­den Jahr rund 110 geschulte Besuchskräfte mit einer Qualifikation im sozialen, gesund­heitlichen oder pflegerischen Bereich für die Hausbesuche bereitstehen. © hil/aerzteblatt.de

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