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Politik

Ramelow für Ärzte-Genossen­schaften in Thüringen

Donnerstag, 12. Dezember 2019

Bodo Ramelow, Ministerpräsident von Thüringen /picture alliance, Michael Reichel

Erfurt – Angesichts der Unzufriedenheit vieler Thüringer mit oft langen Wartezeiten auf Facharzttermine hat Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) neue Modelle der medizini­schen Versorgung angekündigt.

So solle etwa ab dem kommenden Jahr der Aufbau ärztlicher Genossenschaften unterstützt werden, sagte er heute im Erfurter Landtag. Die Landesregierung könne sich zudem die flächendeckende Einführung von Gemeindeschwestern vorstellen, um die Versorgung im ländlichen Raum zu stabilisieren.

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Nach dem heute im Parlament diskutierten Thüringen-Monitor kritisieren 70 Prozent der Bürger aus ihrer Sicht zu lange Wartezeiten auf einen Termin bei Fachärzten wie etwa Au­genärzten oder Neurologen. Das gilt vor allem für ländliche Regionen, während die Situa­tion in den größeren Städten weniger schlecht eingeschätzt wird.

Seit Jahren sorgen in Thüringen etwa Probleme bei Augenarztterminen für viel Kritik. Ramelow sagte, die in der Studie zum Ausdruck kommenden Ängste und Sorgen mit der Gesundheitsversorgung seien ernst zu nehmen.

Dazu gehöre auch die Furcht vor einer Zwei-Klassen-Medizin zu Lasten der sozial Schwä­cheren. Der Thüringen-Monitor, den der Landtag heute diskutierte, beschäftigte sich in diesem Jahr mit dem Schwerpunkt Gesundheit und Pflege. © dpa/aerzteblatt.de

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penangexpag
am Freitag, 13. Dezember 2019, 13:37

ärztliche Genossenschaften

Ob das Wartezeiten verkürzt sei dahingestellt. Aber ich würde solche Genossenschaften als ein ökonomisch sinnvolles Modell ansehen. Wie wäre es, wenn kleinere Gemeinden, etwa auf dem Lande, eine solche Genossenschaft gründen - an der die Bürger sich als Mitglieder finanziell beteiligen. Wäre da nicht viel Geld, welches heute ohne oder schon mit Negativzinsen auf der Bank lagert, viel besser aufgehoben ?
Avatar #69538
Zwinkmann
am Donnerstag, 12. Dezember 2019, 21:18

neue Modelle der medizini­schen Versorgung

Wegen der Unzufriedenheit über lange Wartezeiten auf Facharzttermine hat Ministerpräsident Ramelow angekündigt, ärztliche Genossenschaften zur gürnden und Gemeindeschwestern einzusetzen. Bezogen auf den letzten Punkt ist mir nicht klar, wie Gemeindeschwestern die Wartezeiten für einen Facharzttermin bei Neurologen und Augenärzten verkürzen sollen. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass ärztliche Genossenschaften eine Verkürzung der Wartezeiten herbeiführen können. Die Arbeitszeit eines Arztes ist nunmal endlich, unabhängig, ob diese in einer Eigentümer geführten oder genossenschaftlich geführten Praxis anfällt. Natürlich könnte man den genossenschaftlichen Kollegen verbieten, Privatpatienten bevorzugt zu behandeln, sofern dies als ursächliches Problem für die Wartezeiten verantwortlich sein sollte.
LNS

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