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Politik

Nordrhein-Westfalen verdoppelt Kältehilfe für Obdachlose

Freitag, 13. Dezember 2019

/dpa

Düsseldorf – Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen (NRW) hat die Kältehilfen für Ob­dachlose in diesem Winter auf 200.000 Euro verdoppelt. Die freien Träger der Wohnungs­lo­senhilfe könnten damit zum Beispiel Schlafsäcke und Isomatten beschaffen und an Men­schen verteilen, die auf der Straße leben, teilte das NRW-Sozialministerium gestern mit. „Ihnen wollen wir unkompliziert helfen, damit sie nicht erfrieren“, sagte Sozialmi­nister Karl-Josef Laumann (CDU).

Zugleich wies er daraufhin, dass niemand unter freiem Himmel leben müsse. Kommunen und Kreise müssten wohnungslosen Menschen eine Unterkunft anbieten. Viele Kommu­nen stellten im Winter zusätzliche Notschlafplätze zur Verfügung. „Wir müssen aber zur Kenntnis nehmen, dass es Obdachlose gibt, die diese Angebote nicht annehmen“, erklärte Laumann.

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Rund 50 freie Träger der Wohnungslosenhilfe aus allen Teilen des Landes haben Mittel für Kältehilfen in diesem Winter beantragt. Ein Schwerpunkt liege erneut auf den Städten des Ruhrgebiets und der Rheinschiene. Aber auch ländliche Regionen seien dabei.

Viele Kommunen haben sich mit zusätzlichen Schlafplätzen und weiteren Hilfsangeboten für Wohnungslose bereits auf eiskalte Winternächte eingestellt. Köln stellt 82 zusätzliche Schlafplätze bereit, Düsseldorf 60 Plätze und Münster 13 Wohncontainer auf einem ehe­maligen Betriebsgelände. Die Zahl der auf der Straße lebenden Obdachlosen wird von der Caritas auf mehr als 10.000 in NRW geschätzt. © dpa/aerzteblatt.de

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Avatar #79783
Practicus
am Mittwoch, 25. Dezember 2019, 00:37

Obdachlose

sind nicht ohne Grund obdachlos: Sie sind nicht in der Lage, eine Wohnung längere Zeit zu halten - sei es, weil sie wegen psychischer Störungen keinerei Regeln einhalten können, problematische Kommunikationsgewohnheiten haben und dergleichen mehr. Obdachlose meiden Gemeinschaftsunterkünfte weil sie sich gegenseitig zutiefst misstrauen und nicht grundlos befürchten, bestohlen oder beraubt zu werden...
Das hat nichts mit Wertschätzung oder Respekt der gegenüber den "Berbern" zu tun.
Avatar #720508
e.ne
am Dienstag, 24. Dezember 2019, 11:50

Wenn Obdachlose Angebote nicht annehmen ...

dann liegt das an den Trägern oder ihren Bediensteten bzw. Helfern.
Je mehr Angebote vorhanden sind, und je offener und freundlicher, Respektvoller, Zurückhaltender - die Anonymität wahrend auf Wunsch -
das Ganze gehandhabt wird - desto eher werden Angebote angenommen.
Avatar #720508
e.ne
am Dienstag, 24. Dezember 2019, 11:44

Warum auf der Straße schlafen?

Es gibt doch z.B. leere Turnhallen am Abend in der Nacht -
am Wochenende und in den Ferien.
Es gibt auch in NRW Häuser, die abgerissen werden sollen - in denen
es noch Toiletten und Duschen gibt.
Geschäfte, die leer stehen, die man vorübergehend anmieten könnte ...
Nur zum Schlafen von 21-22 Uhr bis 7-8 Uhr
LNS

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