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Forscher wollen medizinische Geräte vor Angriffen durch Quantencomputer schützen

Montag, 16. Dezember 2019

/adiruch na chiangmai, stockadobecom

Lübeck – Forscher vom Institut für IT-Sicherheit (ITS) der Universität Lübeck arbeiten zu­sammen mit Wissenschaftlern des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), des Deutsch­en Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Bremen und Industriepart­nern daran, medizinische Geräte vor künftigen Angriffen durch Quantencom­puter zu schützen.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt das Projekt, Verbundkoor­dinator ist die Wibu-Systems Aktiengesellschaft, Karlsruhe. „Quantencomputer werden die Spielregeln der Informatik verändern, insbesondere in der Kryptografie“, erläuterte Jan Wichelmann, Forscher ITS. Kryptografie ist die Wissenschaft der Verschlüsselung von In­for­mationen. „Hochsichere Verschlüsselungsverfahren können von Quantencomputern in Rekordzeit gebrochen werden“, sagte Wichelmann.

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Bisher setzen gängige Sicherheitsstandards für den Datenschutz auf asymmetrische Kryptoverfahren, die mit Quantencomputern unsicher werden. „Es gibt inzwischen eine Vielzahl an Verfahren, die sich als Alternative anbieten, aber keines dieser Verfahren ist standardisiert und praktisch erprobt. Das heißt, dass Firmen ihre Produkte zurzeit nicht gegen Quantencomputer schützen können“, hieß es aus der Arbeitsgruppe.

Damit langlebige Geräte, wie in der Medizintechnik üblich, auch nach Jahren in Gebrauch noch auf neue Sicherheitsstandards umgestellt werden können, ist Vorbereitung notwen­dig. Das Projekt mit dem Namen „PQC4MED“ soll deshalb effiziente und sichere Verfahren entwickeln, die auch vor Quantencomputern resistent sind und so Geräte der Medizin­technik schützen. © hil/aerzteblatt.de

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