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Australische Ärzte warnen wegen Buschbränden vor Gesundheitsnotstand

Montag, 16. Dezember 2019

Eine Fußgängerin trägt eine Atemschutzmaske im Stadtzentrum von Sydney. Hohe Temperaturen und starker Wind haben die Buschbrände in Australien weiter angefacht und Sydney in Rauch gehüllt. /picture alliance
Eine Fußgängerin trägt eine Atemschutzmaske im Stadtzentrum von Sydney. Hohe Temperaturen und starker Wind haben die Buschbrände in Australien weiter angefacht und Sydney in Rauch gehüllt. /picture alliance

Sydney – Wegen der seit Wochen anhaltenden Buschbrände in Australien haben Experten vor einem Gesundheitsnotstand in Sydney gewarnt. Mehr als 20 Ärzte- und Gesund­heitsverbände riefen die australische Regierung heute in einer gemeinsamen Erklärung dazu auf, die durch die Rauchschwaden verursachte Luftverschmutzung zu bekämpfen.

In Teilen Sydneys und des Bundesstaats New South Wales habe die Verschmutzung das Elffache des Normalwerts erreicht. „Der Rauch von Buschbränden ist wegen des hohen Gehalts winziger Partikel besonders gefährlich“, warnte das Klima- und Gesundheitsbündnis, dem unter anderem der australische Ärzteverband mit 25.000 Mitglieder angehört.

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Das Gesundheitsamt von New South Wales verzeichnete nach eigenen Angaben zuletzt einen dramatischen Anstieg der Patientenzahlen in den Notaufnahmen. In der Woche bis zum 11. Dezember sei die Zahl der Menschen, die wegen Atemproblemen behandelt werden mussten, um 48 Prozent im Vergleich zum Fünfjahresdurchschnitt gestiegen.

Das Klima- und Gesundheitsbündnis forderte die Regierung auf, Maßnahmen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen zu ergreifen. Der Klimawandel verschärfe die Buschbrände, die „verheerende Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen“ hätten, erklärte das Bündnis. Premierminister Scott Morrison hatte vergangene Woche eingeräumt, dass der Klimawandel einer der „Faktoren“ hinter den Bränden sei, aber keine Gegenmaßnahmen angekündigt.

In Australien lodern seit Monaten hunderte Buschbrände. Im Norden von Sydney wütet ein aus mehreren Bränden zusammengewachsener Großbrand. Beim Versuch, die Flammen mit einem Gegenfeuer zurückzudrängen, wurden in der Nacht zu Montag rund 20 Häuser zerstört. In der diesjährigen Brandsaison sind bislang sechs Menschen ums Leben gekommen, mehr als 700 Häuser und mindestens drei Millionen Hektar Land zerstört. Zwar sind Buschbrände in Australien häufig, allerdings setzte die Brandsaison in diesem Jahr früher ein und ist intensiver als sonst.

Zurückzuführen ist dies Experten zufolge auf die Erderwärmung sowie eine lange Dürreperiode und die dadurch ausgetrockneten Wälder und Böden. Offiziellen Statistiken zufolge könnte 2019 eines der heißesten und trockensten Jahre in Australien werden. Das Land steuert in dieser Woche zudem auf eine Rekord-Hitzewelle zu, die die Arbeit der Feuerwehr zusätzlich erschwert. © afp/aerzteblatt.de

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