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Sozialamt muss Autismustherapie für Grundschulkind bezahlen

Montag, 16. Dezember 2019

/picture alliance / Sebastian Gollnow/dpa

Celle – Das Bremer Sozialamt muss nach einem Urteil (Az.: L 8 SO 240/18) des Landes­sozialgerichts die Kosten für die Autismustherapie eines Grundschulkindes tragen. Die Autismustherapie fördere die Aufmerksamkeit und Konzentration sowie kommunikative und soziale Fähigkeiten, teilte das Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen am Montag zu dem Urteil vom 28. November mit. Dies müsse nicht allein auf den Schulbesuch ausgerichtet sein - es reiche, wenn dieser erleichtert werde.

Hintergrund ist der Fall eines achtjährigen Mädchens, das an frühkindlichem Autismus und einer Verhaltensstörung leidet. Das Kind besucht den Angaben zufolge eine Inklusionsklasse an einer Bremer Grundschule.

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Das Sozialamt Bremen hatte eine zusätzliche Autismustherapie aus Sozialhilfemitteln zunächst abgelehnt. Für die Therapie seien die Eltern zuständig, die über ausreichend Geld verfügten. Die Eltern sowie die Klassenlehrerin und die Ärzte hielten die Therapie dagegen für notwendig.

Wegen der ungeklärten Kostenfrage finanzierten die Eltern selbst eine Therapie, für die sie rund 7400 Euro aus eigenen Mitteln ausgaben. Die Kosten muss das Sozialamt nach dem Urteil nun erstatten. © dpa/aerzteblatt.de

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Kommentare

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Avatar #783702
Susi Sonnenschein
am Freitag, 31. Juli 2020, 12:32

Sozialamt muss Autismustherapie für Grundschulkind bezahlen

Wie kommst Du da drauf das Autismus eine Krankheit ist. Das wäre echt schön dann könnte man sie heilen das würde ich mir so sehr wünschen. Aber leider ist das eine Behinderung die hat man ein Leben lang. In den SBA-Ausweisen findt man sogar die Merkzeichen B für Begleitperson und H für hilflos
und da regen mich so unqualifizierte und falsche Komentare einfach auf. Das ist Diskriminierung durch Dummheit und ausserdem ist hier SGB VIII § 35a zuständig!
Avatar #736937
gerd.teschke@gmail.com
am Dienstag, 17. Dezember 2019, 11:37

Dr. Teschke

Übrigens, Autismustherapie ist erwiesenermaßen wirksam und keine experimentelle Therapie, wie ein Beitrag unverständlicherweise meldet. Er sollte sich mal in der wissenschaftlichen Literatur umsehen und nicht einfach Meinungen rausschleudern.
Avatar #736937
gerd.teschke@gmail.com
am Dienstag, 17. Dezember 2019, 11:34

Dr. Gerd Teschke

Endlich einmal wird anerkannt, dass Autismus eine intensive Therapie erfordert und dass es nicht nur das Privatinteresse der Eltern ist. Ist nicht Gesundheit das Interesse der Gesellschaft?
Avatar #79783
Practicus
am Montag, 16. Dezember 2019, 19:47

Warum ist das keine "Heilbehandlung"?

Frühkindlicher Autismus ist eine Krankheit im Sinn des SGB 5, für die Kosten der Behandlung also die Krankenkasse zuständig!
Es handelt sich also um eine nicht gesichert wirksame Therapie - bestenfalls experimentell, schlechtestenfalls eine unwirksame, ungesicherte Pseudotherapie, die tatsächlich die Eltern zu zahlen hätten! So ein Urteil ist nicht nachvollziehbar, demnchst wird dann wohl auch das Sozialamt zur Zahlung für Kinesiologie und Bachblüten verurteilt!
LNS
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