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Neues Verfahren zur Tattooentfernung in der Entwicklung

Freitag, 27. Dezember 2019

/dpa

Köln/Essen – Die Technische Hochschule (TH) Köln entwickelt zusammen mit dem Uni­ver­sitätsklinikum Essen und dem Unternehmen Epimedic ein neues Verfahren, um Täto­wierungen schonender zu entfernen als bislang.

Laut dem Statistischen Bundesamt haben etwa 25 Prozent der Deutschen mindestens ein Tattoo. Von diesen wiederum hat laut den Projektpartnern rund ein Viertel schon einmal ein Tattoo bereut. Die üblichen Methoden, um die gestochenen Motive wieder zu entfer­nen, sind aber häufig schmerzhaft und mit Narbenbildung verbunden.

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„Um ein unerwünschtes Tattoo mittels Laser wieder loszuwerden, sind bis zu 15 Sitzun­gen nötig, bei denen die Farbpigmente durch die hohe Energie des Lasers zertrümmert und anschließend über das Lymphsystem abtransportiert werden“, sagte Projektleiter Axel Wellendorf vom Campus Gummersbach der TH Köln.

Dies geschehe allerdings nicht rückstandslos, so dass sich die Tätowierungen nur bei ei­nem kleinen Teil der Patienten vollständig entfernen ließen. Durch die hohe Energiedich­te des Lasers würden zudem Hautzellen zerstört, was schmerzhaft sei und zu Narben führe. Eine schonendere Behandlung soll jetzt die Kombination von Laser und Ultraschall brin­gen.

„Wir erhoffen uns vom Ultraschall mehrere Dinge: Er soll das Gewebe anregen und auflo­ckern, damit sich die Farbpigmente leichter lösen. Darüber hinaus erwarten wir, dass die Farbpigmente durch die Kombination von Laser und Ultraschall besser zerkleinert wer­den“, so Wellendorf.

Zudem erfahre die Haut durch den Ultraschall eine Tiefenmassage. Dadurch werde der Stoffwechsel aktiviert und der Transport von Lymphflüssigkeit vorangetrieben. Die Aktivi­tät der Zellen soll gesteigert und deren Regeneration vorangetrieben werden.

„Für die Patienten erhoffen wir uns eine deutlich geringere Anzahl der Behandlungen, die zudem mit weniger starken Laser-Impulsen durchgeführt werden sollen“, so Wellendorf.
Die Hautklinik des Universitätsklinikums Essen verantwortet die medizinische Seite des Projekts und wird die neue Technik präklinisch und an Probanden testen. © hil/aerzteblatt.de

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