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Vermischtes

Großrazzia in Norddeutschland wegen Verdachts auf Abrechnungsbetrug

Dienstag, 17. Dezember 2019

/picture alliance, Christian Charisius

Hamburg – Wegen des Verdachts des Abrechnungsbetrugs mit Zytostatika in Millionen­höhe haben Hunderte Polizisten 47 Objekte in Hamburg, Schleswig-Holstein und Nieder­sachsen durchsucht.

Die Ermittlungen richteten sich gegen 14 Beschuldigte, darunter neun Ärzte, drei Apothe­ker und zwei Geschäftsführer von Pharmaunternehmen, sagte eine Sprecherin der Staats­anwaltschaft Hamburg heute. An dem Einsatz seien 420 Polizisten und sechs Staatsan­wäl­te beteiligt.

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„Es geht um Bestechung und Bestechlichkeit im Gesundheitswesen und Abrechnungs­be­trug, beides im Zusammenhang mit der Verordnung und Abrechnung von Zytostatika“, sagte sie. Der potenzielle Schaden liege „deutlich in Millionenhöhe“.

Zunächst sollten mögliche Beweise sichergestellt werden. Betroffen waren auch die Räum­lichkeiten eines Gesundheitsunternehmens in der Hamburger Innenstadt. Polizisten trugen dort am Morgen Umzugskartons zum Abtransport der Beweismittel in die Ge­schäfts­räume. Haftbefehle gegen Beschuldigte lägen jedoch nicht vor, sagte die Spreche­rin der Staatsanwaltschaft.

Nach Berichten von Zeit online und Panorama steht ein großer Hersteller von Zytostatika in Hamburg im Zentrum der Ermittlungen. Das Unternehmen soll Ärzte bestochen haben, um an Rezepte für Krebspatienten zu kommen.

Neben der Zahlung von mehr als einer hal­ben Million Euro hätten die Ärzte auch rück­zahlungsfreie Darlehen, Luxusfahrzeuge zur Nutzung oder Praxiseinrichtungen erhalten, hieß es. © dpa/aerzteblatt.de

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