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Pharmaindustrie investiert 14 Prozent des Umsatzes in Forschung und Entwicklung

Montag, 30. Dezember 2019

/Aycatcher, stockadobecom

Berlin – Die pharmazeutische Industrie in Deutschland investiert rund 14 Prozent ihres Umsatzes aus eigenen Erzeugnissen in Forschung und Entwicklung (F&E). Sie liegt damit nach eigenen Angaben vor dem Automobil-, Luft- / Raumfahrzeug- und Maschinenbau sowie der chemischen Industrie. Das geht aus den „Pharma-Daten 2019“ des Bundes­ver­bands der pharmazeutischen Industrie (BPI) hervor.

Die Höhe der Forschungsaufwendungen ist allerdings nicht auf Deutschland beschränkt. So beziffert das „EU Industrial R&D-Investment Scoreboard 2018“ der Europäischen Uni­on die F&E-Quote der pharmazeutischen Industrie mit 15 Prozent.

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„Die hohen F&E-Ausgaben der pharmazeutischen Industrie liegen in der zum Teil sehr komplexen, langen, höchst sensiblen und stark regulierten Arzneimittelentwicklung be­gründet“, argumentiert der BPI in den Pharma-Daten.

In Deutschland waren laut der Publikation im Jahr 2017 521 pharmazeutische Unterneh­men gemeldet. Dabei handelt es sich auch um deutsche Niederlassungen multinationaler Konzerne.

„Nach wie vor gilt, dass fast 91 Prozent der Arzneimittel herstellenden Unter­nehmen in Deutschland weniger als 500 Mitarbeiter beschäftigen. 234 von diesen Unter­nehmen hatten 2017 weniger als 20 Beschäftigte“, berichtet der BPI. 2017 waren in Deutschland 121.415 Personen in Unternehmen beschäftigt, die pharmazeutische Erzeugnisse her­stellen.

Aus Deutschland wurden laut den Pharma-Daten im Jahr 2018 Phar­mazeutika im Wert von 83,2 Milliarden Euro ausgeführt. Dies entspricht einem Zuwachs um 10,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zur gleichen Zeit wurden pharmazeutische Er­zeugnisse im Wert von 56,9 Milliarden Euro eingeführt, ein Plus von 8,1 Prozent gegen­über 2017.

Unverändert ist die Schweiz der Hauptlieferant pharmazeutischer Erzeugnisse nach Deutschland, gefolgt von den Niederlanden und den USA. Hauptabnehmer sind die USA, gefolgt von den Niederlanden und der Schweiz. © hil/aerzteblatt.de

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