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Bundeszentrale gibt Familien Empfehlungen zu digitalen Medien

Freitag, 27. Dezember 2019

/dpa

Köln – Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) empfiehlt Familien ei­nen zurückhaltenden Umgang mit digitalen Medien. Aktuelle Studienergebnisse der BZgA zeigen, dass 22,4 Prozent der 12- bis 17-Jährigen bundesweit einen problematischen Me­dienkonsum haben. Weitere 5,8 Prozent seien von einer computerspiel- und internetbe­zo­genen Störung betroffen. Hierbei sei in den vergangenen Jahren ein eindeutiger Anstieg zu verzeichnen.

„Digitale Medien können per se sinnvoll sein. Wenn sie entsprechend genutzt werden, sollten sie eine Bereicherung darstellen, Spaß machen und beim Lernen hilfreich sein. Sie gehören auch für Jugendliche inzwischen selbstverständlich zum Alltag“, sagte Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgG. Solange der Medienkonsum nicht die komplette Freizeit aus­fülle und das familiäre Miteinander belaste, sei das richtige Maß gegeben.

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Die Rund-um-die-Uhr-Verfügbarkeit der digitalen Angebote könne aber dazu verleiten, das richtige Augenmaß für die Nutzung der digitalen Medien zu verlieren, warnte sie. Eltern seien mit ihrer Mediennutzung auch hier Vorbild für ihre Kinder.

„Vereinbaren Sie mit Ihrem Kind verbindlich Zeiten für die Nutzung digitaler Medien. Interessieren Sie sich für die digitalen Aktivitäten Ihrer Kinder – lassen Sie sich davon berichten, nehmen Sie Anteil oder spielen Sie gegebenenfalls mit“, empfiehlt die BZgA.

Für die Mediennutzungsdauer gibt es laut der Bundeszentrale entsprechend dem Alter von Kindern folgende Regeln, die als Orientierung dienen können: Kinder im Alter von 0 bis 3 Jahren: keine Bildschirmmedien, Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren: höchstens 30 Minuten täglich und Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahren: höchstens 45 bis 60 Minuten täglich.

Für Eltern von Kindern ab zwölf Jahren hat die BZgA eine Broschüre „Online sein mit Maß und Spaß“ erstellt. Außerdem können Eltern eine persönliche Beratung per E-Mail in An­spruch nehmen. © hil/aerzteblatt.de

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