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Kündigungen nach Streiks bei Ameos

Dienstag, 17. Dezember 2019

/dpa

Aschersleben – Nach den Streiks bei den Ameos-Kliniken in Bernburg, Aschersleben-Staßfurt, Schönebeck und Haldensleben hat das Unternehmen einer Reihe von Mitarbei­tern gekündigt. Das Unternehmen erklärte den Vorgang mit Erlösausfällen, auf die es reagieren müsse, wie Geschäftsführer Lars Timm mitteilte.

„Das habe ich doch vorher angekündigt und damit wird doch wohl jeder gerechnet haben bei den Erlösausfällen“, sagte Timm. Die Gewerkschaft Verdi verfolge mit dem Arbeits­kampf nur das Ziel, Mitglieder für sich zu gewinnen. Die Zukunft der Arbeitsplätze sei der Gewerkschaft völlig unwichtig.

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Nach Verdi-Angaben wurde 14 Mitarbeitern gekündigt. Ihne sei „respekt­loses Verhalten“ gegenüber Mitarbeitern, Patienten und Vorgesetzten vorgeworfen worden. „Das kann nur als dreister Versuch gewertet werden, die Beschäftigten einzuschüchtern und davon ab­zu­halten, ihr Grundrecht auf Streik wahrzunehmen“, sagte Bernd Becker, bei Verdi in Sachsen-Anhalt für das Gesundheits- und Sozialwesen zuständig.

Zuletzt hatten sich nach seinen Angaben mehr als 1.800 Beschäftigte an Warnstreiks beteiligt, um an den ehemals kommunalen Kliniken im Salzlandkreis Tarifverträge und bessere Bezahlung durchzusetzen.

Timm zufolge hatte das Unternehmen seinen Beschäftigten ein Zukunftspaket in Form eines Schutzes von betriebsbedingten Kündigungen und einem Gehaltsplus von 10 Prozent angeboten. Laut Thomas Mühlenberg von Verdi bleibt das Angebot jedoch mit Lohnsteigerungen von durchschnittlich 1,8 Prozent pro Jahr weit hinter dem Niveau des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst zurück. © dpa/aerzteblatt.de

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