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Politik

Schonfrist für Geburtenstation in Crivitz

Donnerstag, 19. Dezember 2019

Die Bürger in Crivitz hatten zuletzt vehement gegen die Schließung der Geburtsstation protestiert. /picture alliance, Bernd Wüstneck

Schwerin – Die Geburtshilfestation am Krankenhaus in Crivitz wird nicht zum Jahresende geschlossen. Es gebe einen Zeitgewinn bis zum 30. Juni 2020, sagte Ge­sund­heits­mi­nis­ter Harry Glawe (CDU) heute in Schwerin zum Abschluss zweitägiger Verhandlungen. Bis da­hin soll mit den Betreibern ein gemein­sa­mes Konzept für die Krankenhäuser in Crivitz und Parchim entwickelt werden.

An der umstrittenen Grundidee, Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Standort Parchm zu konzentrieren, halten das Ministerium und die Krankenhaus-Konzerne Asklepios und Mediclin aber fest. Teil der Übereinkunft ist auch die Errichtung einer Kindertagesklinik mit vier Betten in Parchim. Am Asklepios-Krankenhaus dort werden bereits seit Pfingsten wegen fehlender Ärzte keine Kinder mehr stationär behandelt.

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Glawe hatte der Neustrukturierung als zuständiger Minister zunächst zugestimmt. Die Lan­desregierung und der Landtag stellten sich aber dagegen. Glawe wurde mit Neuverhand­lungen beauftragt.

Die Kinderstation in Parchim ist bereits seit Pfingsten geschlossen, nachdem Ärzte sich krankgemeldet und schließlich gegangen waren. In Crivitz wurden ebenfalls Personaleng­pässe als Begründung für die geplante Schließung zum Jahresende vorgebracht. Gegen die Pläne der beiden Klinikkonzerne gibt es massive Proteste aus der Bevölkerung der Region. © dpa/aerzteblatt.de

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