NewsVermischtesArzt wegen fehlerhafter Operation zu langer Haftstrafe verurteilt
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Arzt wegen fehlerhafter Operation zu langer Haftstrafe verurteilt

Mittwoch, 18. Dezember 2019

Der Angeklagte mit seinen Anwälten zum Prozessauftakt im vergangenen Jahr. /picture alliance, Bernd Wüstneck

Rostock – Wegen schwerer und gefährlicher Körperverletzung hat das Rostocker Landge­richt einen Neurochirurgen zu einer Haftstrafe von zehn Jahren und sechs Monaten verur­teilt. Das Gericht sah es heute als erwiesen an, dass der Mediziner eine Patientin im Jahr 2010 zu einer unnötigen Halsoperation überredet und diese zudem fehlerhaft ausgeführt hatte.

Die inzwischen 48 Jahre alte Frau aus der Nähe von Neubrandenburg ist seit der Opera­ti­on dauerhaft krank und berufsunfähig. Das Gericht lag damit deutlich über dem Strafmaß von acht Jahren Haft, das die Staatsan­waltschaft in ihrem Plädoyer gefordert hatte.

Anzeige

Die Verteidigung hatte die Vorwürfe der Anklage bestritten und höchstens fünf Jahre Haft beantragt. Der Arzt könne nur wegen fahrlässiger Körperverletzung verurteilt werden, weil er sich bei seiner Diagnose vor einer Operation zu sehr auf die Angaben der Patien­tin verlassen habe, so die Argumentation der Rechtsanwälte. © dpa/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

25. Februar 2020
Braunschweig – Niedersachsen wehrt sich gegen die Millionenentschädigung für einen im Göttinger Transplantationsskandal freigesprochenen Arzt. Das Berufungsverfahren beginnt am 22. April dieses Jahres
Niedersachsen wehrt sich gegen Millionenzahlung in Organspendeskandal
25. Februar 2020
Geislingen – Nachdem sie offenbar ein Medikament mit dem Wirkstoff Methotrexat in zu hoher Dosierung erhalten hat, ist eine Patientin an der Helfenstein Klinik Geislingen (Kreis Göppingen) gestorben.
Unachtsamkeit: Klinikpatientin nach falscher Medikation gestorben
20. Februar 2020
Bremen – Ein Pflegehelfer, der zwei hilflosen Frauen verbotenerweise Insulin gespritzt hat, ist in Bremen zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Der 40-Jährige habe die Frauen aus Geltungssucht in
Unnötig Insulin gespritzt: Pflegehelfer zu Haftstrafe verurteilt
17. Februar 2020
Karlsruhe – Ärztliche Zwangsbehandlungen sind nur gegen den Patientenwillen möglich, wenn die Therapie einem breiten medizinisch-wissenschaftlichen Konsens entspricht. Das hat der unter anderem für
Keine Zwangsbehandlung ohne breiten medizinisch-wissenschaftlichen Konsens
13. Februar 2020
Berlin – In Berlin müssen sich seit heute vier Angeklagte wegen mutmaßlichen Betrugs in der Pflegebranche in Millionenhöhe vor Gericht verantworten. Eine 63-jährige Frau soll als Geschäftsführerin
Vier Angeklagte wegen Pflegebetrugs in Millionenhöhe vor Gericht
10. Februar 2020
Wels – Ein Arzt ist in Österreich wegen des mutmaßlichen Missbrauchs von 109 Kindern und Jugendlichen angeklagt worden. Wie die Staatsanwaltschaft Wels heute mitteilte, sollen 40 jünger als 14 Jahre
Arzt in Österreich wegen Missbrauchs Jugendlicher angeklagt
6. Februar 2020
Ulm – Im Fall der mit Morphium vergifteten Frühchen am Universitätsklinikum Ulm zieht die dortige Leitung Konsequenzen. Zum Schutz von Patienten in der Kinderklinik gibt es künftig unter anderem
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER