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Landesstelle Glücksspielsucht berät mehr Menschen in Bayern

Freitag, 20. Dezember 2019

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München – Die Landesstelle Glücksspielsucht (LSG) in Bayern hat im vergangenen Jahr deutlich mehr Menschen beraten als noch vor zehn Jahren. Die Zahl der Hilfesuchenden sei von 1.138 im Jahr 2009 auf mehr als 1.800 im vergangenen Jahr gestiegen, teilte Gesund­heits­ministerin Melanie Huml (CSU) heute in München mit.

Schätzungen zufolge haben in Bayern den Angaben nach rund 33.000 Menschen patho­logi­sche Spielsucht. Weitere 35.000 zeigten zumindest ein problematisches Spielver­hal­ten. „Nicht selten kommt es vor, dass Betroffene ihr gesamtes Vermögen verspielen und Schul­den anhäufen“, sagte Huml laut Mitteilung weiter. Deswegen sei Präventionsarbeit wichtig.

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So hätten LSG und das Ministerium etwa die kostenlose App „PlayOff“ entwickelt, die Be­troffenen helfen soll, anonym das Spielverhalten zu kontrollieren, zu reduzieren oder gar ganz aufzugeben. Seit kurzem gebe es „PlayOff“ auch in türkischer Sprache.

Die LSG wurde 2008 gegründet, die Zusammenarbeit mit dem Ministerium soll nun für zunächst vier Jahre fortgeführt werden. „Als zentrale Anlaufstelle rund um das Thema Glücksspielsucht wirken bei der LSG alle Institutionen in Bayern zusammen, die sich in der Prävention, Beratung und Forschung engagieren“, sagte Huml.

Diese „Bündelung von Expertise“ sei deutschlandweit im Bereich Glücksspielsucht ein­malig. Die LSG habe in den vergangenen Jahren mehr als 14.000 Betroffenen und über 3.500 Angehörigen in schwierigen Situationen geholfen sowie wichtige Erkenntnisse zum Glücksspielverhalten gewonnen. © dpa/aerzteblatt.de

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