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Ärzteschaft

Neue Anforderungen an Verordnungssoftware

Freitag, 20. Dezember 2019

/dpa

Berlin – Ab kommenden Sommer können sich Ärzte bei der Verordnung eines neuen Medikamentes direkt über dessen Zusatznutzen informieren. Das schreibt die Elektro­nische Arzneimittelinformationen-Verordnung vor.

Um die dafür erforderlichen techni­schen Voraussetzungen zu schaffen, haben Kassen­ärztliche Bundesvereinigung (KBV) und GKV-Spitzenverband jetzt den Anforderungskata­log für Verordnungssoftware entspre­chend angepasst.

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Der neue Anforderungskatalog konkretisiert die Regelungen der Elektronischen Arznei­mittelinformationen-Verordnung und legt fest, wie die Informationen aus den Beschlüss­en zur Nutzenbewertung neuer Arzneimittel abgebildet werden sollen.

Zudem muss die Verordnungssoftware künftig zusätzliche Recherchen ermöglichen, etwa, für welche Arzneimittel – auch indikationsbezogen – ein Beschluss zur frühen Nutzenbe­wertung vorliegt. Darüber hinaus erscheint ab Juli 2020 in der Verordnungssoftware ein Hinweis, wenn für ein Arzneimittel eine anwendungsbegleitende Datenerhebung vor­gesehen ist.

KBV und der GKV-Spitzenverband empfehlen im neuen Anforderungskatalog zudem auch die Implementierung von Rote-Hand-Briefen sowie Schulungsmaterialien mit dem Blaue-Hand-Logo.

Darüber hinaus schlagen sie vor, den Online-Meldebogen für unerwünschte Arzneimittel­wirkungen beziehungsweise für Medikationsfehler der Arzneimittelkommis­sion der deutschen Ärzteschaft in der Verordnungssoftware einzupflegen.

Der aktualisierte Anforderungskatalog tritt zum 1. Juli 2020 in Kraft. Bis dahin haben die Softwarehersteller Zeit, die neuen Anforderungen umzusetzen. © hil/sb/aerzteblatt.de

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