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Schätzung: Zahl der Erdbewohner zum Jahreswechsel bei rund 7,75 Milliarden

Montag, 30. Dezember 2019

/7maru, stock.adobe.com

Hannover – In der Nacht zum 1. Januar 2020 werden voraussichtlich 7,754 Milliarden Menschen auf der Erde leben. Diese Schätzzahl legte die Deutsche Stiftung Weltbevöl­kerung (DSW) kürzlich in Hannover vor.

Die Zahl der Erdbewohner liegt damit um rund 83 Millionen höher als vor einem Jahr – dies entspricht in etwa der Bevölkerung Deutschlands. Die Acht-Milliarden-Marke wird laut Prognose der Stiftung bereits 2023 erreicht.

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Der Schätzung zufolge wächst die Erdbevölkerung jede Sekunde im Schnitt um 2,6 Men­schen – diese Zahl ergibt sich aus den Geburten abzüglich der Todesfälle. Besonders stark wächst die Bevölkerung in Afrika. Frauen bekommen dort derzeit durchschnittlich 4,4 Kinder - deutlich mehr als der weltweite Durchschnitt von 2,4 Kindern pro Frau.

Die Stiftung verweist auf Prognosen der Vereinten Nationen, denen zufolge sich Afrikas Bevölkerung von heute 1,3 Milliarden Menschen bis 2050 auf 2,5 Milliarden fast ver­doppeln werde.

„Eine Hauptursache des Bevölkerungswachstums in Afrika südlich der Sahara ist die hohe Zahl ungewollter Geburten“, erklärte DSW-Geschäftsführerin Renate Bähr. Um dem entge­genzuwirken, forderte sie eine Stärkung der Rechte von Frauen, verbesserte Aufklärung und Zugang zu modernen Verhütungsmitteln sowie eine gute Gesundheitsversorgung.

Der Kontinent mit den meisten Bewohnern ist weiterhin Asien, und zwar mit großem Abstand. Wenn die Welt ein Dorf mit nur 100 Einwohnern wäre, kämen davon 59 aus Asien, 17 aus Afrika, zehn aus Europa, acht aus Lateinamerika, fünf aus Nordamerika und einer aus Ozeanien, erklärte die Stiftung.

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung ist eine international tätige Entwicklungs­organisation. Sie setzt sich das Ziel, zu einer „zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beizutragen“. © afp/aerzteblatt.de

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penangexpag
am Mittwoch, 1. Januar 2020, 11:34

Weltbevölkerung

Es ist unbegreiflich, warum diese fatale Zahl bei den ganzen Disputen hinsichtlich der primären Weltprobleme (Nahrung,Energie,Wasser,Klima) eigentlich nur am Rande und mehr oder weniger implizit erwähnt wird. Dabei stellt sie das ursächlichste Faktum dar. Insbesondere die Ärzteschaft müßte permanent und eindringlich sich zu Wort melden, um die Weltbevölkerung nicht nur nicht wachsen, sondern wieder abnehmen zu lassen. Denn im ärztlichen Handeln liegt ja tragischerweise die Quelle einer gegenläufigen Tendenz . Die Hilfe für jeden leidenden Menschen ist ein unverzichtbares Element einer sozialen Gemeinsamkeit. Wir können uns dieses Element aber nur leisten, wenn auf der anderen Seite die Geburtenrate gesenkt wird. Das schon ziemlich abgedroschn Schlagwort "Fluchtursachen beseitigen" kann , wenigstens langfristig, mit einem Stück Realität erfüllt werden durch eben solche Maßnahmen.
LNS

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