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Pharmakonzern Roche forciert Gentherapie-Geschäft

Montag, 23. Dezember 2019

/LaCozza, stock.adobe.com

Basel – Der Schweizer Pharmakonzern Roche setzt verstärkt auf das lukrative Gebiet der Gentherapie. Die Baseler erwarben vom US-Biotechunternehmen Sarepta das Exklusivrecht außerhalb der USA an der Gentherapie SRP-9001 zur Behandlung eines erblich bedingten Muskelschwundes, wie Roche am Montag mitteilte. Die sogenannte Duchenne-Muskeldystrophie (DMD) ist die häufigste muskuläre Erbkrankheit im Kindesalter. Meistens betrifft sie Jungen.

Roche leistet den Angaben zufolge eine Einmalzahlung in Höhe von insgesamt 1,15 Milliarden US-Dollar. Hiervon fließen 750 Millionen in bar, die restlichen 400 Millionen in Aktien. Die Firma Sarepta, die weiterhin für die klinische Entwicklung des Mittels zuständig ist, kann zudem bis zu 1,7 Milliarden Dollar beim Erreichen bestimmter Meilensteine sowie Lizenzgebühren auf Umsatzbasis erhalten.

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Große Pharmakonzerne richten ihren Fokus seit einiger Zeit verstärkt auf Gentherapien aus. Dabei steht etwa der Roche-Konkurrent Novartis mit einem rund zwei Millionen Euro teuren Medikament gegen spinale Muskelatrophie bei Kindern wegen des Preises in der Kritik.

Roche selbst hatte in dem noch relativ jungen Behandlungsgebiet unlängst mit der Übernahme von Spark Therapeutics aufs Tempo gedrückt, auch um zu Wettbewerbern aufzuholen. Die Schweizer ließen sich den Kauf der US-Firma insgesamt 4,3 Milliarden Dollar kosten.

Spark Therapeutics ist vor allem auf die Behandlung genetisch bedingter Krankheiten wie Blindheit, Hämophilie und neurodegenerative Erkrankungen spezialisiert. © dpa/aerzteblatt.de

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