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Kampagne zur Bioethikreform in Frankreich sorgt für Debatten

Freitag, 3. Januar 2020

Mit der Bioethik-Reform in Frankreich soll unter anderem künstliche Befruchtung für lesbische Paare erlaubt werden. /Pixel-Shot, stock.adobe.com
Mit der Bioethik-Reform in Frankreich soll unter anderem künstliche Befruchtung für lesbische Paare erlaubt werden. /Pixel-Shot, stock.adobe.com

Paris – Ab 21. Januar befasst sich Frankreichs Senat mit der Reform des Bioethikgesetzes – eine der letzten Etappen vor der endgültigen Verabschiedung. Damit soll unter anderem künstliche Befruchtung für lesbische Paare erlaubt werden. Die Organisation „Alliance Vita“ nutzt den Zeitpunkt für eine Kampagne in Pariser Bahnhöfen.

Auf schwarzen Plakaten fordert die Organisation Respekt vor Mutterschaft und Vaterschaft. In der Pressemitteilung zur Kampagne heißt es: „Ist es ein Fortschritt, Frauen ohne medizinischen Grund Hormonbehandlungen aufzuzwingen?“

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Die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo zeigte sich „empört“ über die Kampagne und forderte, dass die Plakate „unverzüglich“ abgehängt werden. Der Regionalrat der Region Ile-de-France Maxime des Gayets kritisierte, dass einer Organisation, die sich gegen Abtreibung wende, öffentlicher Raum für eine solche Kampagne gegeben werde.

Die mit der Werbung beauftragte Firma kündigte an, die Plakate zum Schutz von Mutterschaft und Vaterschaft zu entfernen. Man respektiere die Meinungsfreiheit, sofern Werbung nicht der Neutralitätspflicht widerspreche, so eine Unternehmenssprecherin. Sie sprach von einer „Nachlässigkeit“.

Gesetzesreformen zum Familienrecht sorgten in Frankreich bereits öfter für breite Debatten, etwa bei der Einführung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare 2013. Im Oktober 2019 demonstrierten Zehntausende gegen die geplante Bioethikreform. Die katholische Kirche in Frankreich kritisiert an der geplanten Reform unter anderem, dass künftig für eine künstliche Befruchtung keine medizinischen Gründe mehr vorliegen müssten. © kna/aerzteblatt.de

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