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Ausland

Auswärtiges Amt bereitet Evakuierung von Ebola-Kranken vor

Freitag, 3. Januar 2020

Ein Isolationsraum im Airbus A340-300 (Robert-Koch), der 2014 zur Evakuierung von Ebola-Patienten benutzt wurde. /picture alliance
Ein Isolationsraum im Airbus A340-300 (Robert-Koch), der 2014 zur Evakuierung von Ebola-Patienten benutzt wurde. /picture alliance

Berlin – Angesichts der Ebola-Epidemie im Kongo trifft das Auswärtige Amt Vorkehrungen, um erkrankte Ärzte und medizinische Helfer von Afrika nach Deutschland auszufliegen. Ein Sprecher des Auswärtigen Amts bestätigte heute einen entsprechenden Meldung des Spiegel. Laut des Magazins plant das Ministerium von Heiko Maas (SPD) den Bau spezieller Container.

„Das medizinische Hilfspersonal vor Ort leistet seit über einem Jahr trotz schwierigster Umstände engagiert Hilfe“, sagte Frank Hartmann, der Krisenbeauftragte des Auswärtigen Amts, dem Magazin. „Erkranken die Helfer, besteht die dringende Notwendigkeit, sie aus dem Krisengebiet zu evakuieren, damit sie eine optimale Therapie bekommen.“

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Die vom Gesundheitsdienst des Amts konzipierten Infektionstransportmodule sind vier Meter lang und 2,40 Meter breit und passen in jedes gängige Frachtflugzeug. Die Spezialcontainer sind gegen einen plötzlichen Druckabfall an Bord geschützt und können per Lkw direkt in eine Sonderisolierstation zum Beispiel in der Berliner Charité gebracht werden.

In der ersten großen Ebolakrise von 2014 hatte die Bundesregierung kurzfristig einen Airbus A340 der Lufthansa zur Ebola-Krankenstation umgerüstet. Aus Kostengründen wurde die „Robert Koch“ aber außer Dienst gestellt.

Im Nordosten Kongos sind seit dem Ebolaausbruch vor etwa eineinhalb Jahren mehr als 3.000 Menschen an dem Virus erkrankt und 2.000 daran gestorben. Inzwischen nimmt die Zahl der Neuinfektionen ab – weil es zwei Impfstoffe gibt. Ende 2013 waren in Westafrika mehr als 11.000 Menschen an der Virus-Erkrankung gestorben.

Wie der Sprecher des Auswärtigen Amtes erläuterte, sollen die Module auch anderen Ländern, die sich an Hilfsmaßnahmen beteiligen, zur Verfügung gestellt werden. Das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium sei eng in den Prozess für die Ebolahilfen eingebunden, erklärte ein Sprecher des Ministeriums.

Die EU hat sich bereit erklärt, die Finanzierung des Containermoduls in Höhe von etwa zehn Millionen Euro zu übernehmen, so das Magazin. Deutschland hat sich in Brüssel auf eine entsprechende Ausschreibung beworben. Aufgrund der früheren Zusammenarbeit mit der Berliner Charité und Lufthansa Technik sieht die Bundesregierung gute Chancen, den Zuschlag zu bekommen. © kna/aerzteblatt.de

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