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Politik

CSU will medizinische Versorgung im ländlichen Raum mit Milliardenprogramm stärken

Montag, 6. Januar 2020

Arzt steht mit seiner schwarzen Arzttasche vor einer grünen Wiese. /picture alliance
Mit einem Maßnahmenpaket will die CSU die ärztliche Versorgung im ländlichen Raum auch abseits von großen Krankenhäusern sichergestellen. /picture alliance

Passau – Die CSU will einem Zeitungsbericht zufolge mit einem Milliardenprogramm die ländlichen Regionen stärken, Krankenhäuser modernisieren, für mehr Landärzte sorgen und die medizinische Versorgung dort verbessern. Das sieht ein Papier der CSU-Landesgruppe vor, über das die Passauer Neue Presse am Wochenende berichtete und das demnach in der kommenden Woche auf der Klausurtagung in Kloster Seeon beschlossen werden soll.

Die Christsozialen fordern den Angaben zufolge ein umfassendes Modernisierungspaket für Krankenhäuser auf dem Land. Ein Krankenhaus in der Nähe des eigenen Wohnortes sei elementarer Bestandteil einer qualitativ hochwertigen medizinischen Versorgung, heiße es. Für jeden sollten vor Ort möglichst schnell eine gute medizinische Versorgung aus modernsten Notfallstationen und ausreichend vielen Kinder- und Geburtsstationen vorhanden sein, und jeder müsse vor Ort die Möglichkeit auf modernste Apparatemedizin haben.

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Die Abgeordneten fordern: „Dafür wollen wir eine umfassende Krankenhaus­moderni­­sierungs-Offensive für den ländlichen Raum in Höhe von 5 Milliarden Euro für Hightech-Medizin und die Modernisierung wie den Erhalt von Krankenhäusern in den Regionen.“ Und: „Wir wollen Hightech-Spitzenmedizin für alle.“

Mit einem Maßnahmenpaket solle die ärztliche Versorgung im ländlichen Raum auch abseits von großen Krankenhäusern sichergestellt und mit einer Quotenregelung die Zahl der Landärzte erhöht werden. „Damit wir auch in Zukunft genug Ärzte auf dem Land haben, wollen wir ein Landarztpaket starten, mit dem wir die Anzahl der Ärzte in den Regionen deutlich erhöhen“, so die Beschlussvorlage.

Gesellschaftliche Verantwortung statt Numerus Clausus. Beschlusspapier der CSU-Landesgruppe

Dazu gehörten die Erhöhung der Studienplätze sowie die Einführung einer verbindlichen und einheitlichen Landarztquote bei den Studenten, mit der die Zulassung zum Studium erleichtert werde, wenn die Studenten nach erfolgreichem Abschluss in einer ländlichen Region praktizierten. Es gelte die klare Maßgabe: „Gesellschaftliche Verantwortung statt Numerus Clausus.“

Es gelte, junge Ärzte zu unterstützen, sich mit einer Praxis im ländlichen Raum niederzulassen und in strukturschwachen Regionen eine Niederlassungsprämie bei der Neuerrichtung einer Arztpraxis zu zahlen, heißt es in dem Papier unter dem Titel „Unsere Politik für starke Regionen - und eine Heimat mit Zukunft.“

Eine globalisierte Welt brauche starke regionale Identitäten, sagte CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt der Zeitung. „Der Schlüssel, um Spaltungen vorzubeugen und zu überwinden, ist eine lebendige Heimat. Wir wollen deshalb eine starke Heimat-Offensive – für noch mehr Lebensqualität und die beste Infrastruktur in all unseren Regionen.“

Darüber hinaus solle nach den Plänen der CSU das Ehrenamt stärker gefördert werden. Ehrenamtliche Mitarbeiter sollten steuerlich entlastet und dafür die Übungsleiter­pauschale von 2.400 Euro auf 3.000 Euro sowie die Ehrenamtspauschale von 720 Euro auf 840 Euro angehoben werden. „Wer unserem Land so viel gibt, der soll auch etwas zurückbekommen“, so die Forderung. © kna/aerzteblatt.de

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