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Alkoholbedingte Todesfälle haben in den Vereinigten Staaten stark zugenommen

Mittwoch, 8. Januar 2020

umgekippte Flasche Alkohol /Photographee.eu, stock.adobe.com
/Photographee.eu, stock.adobe.com

Bethesda – Eine Analyse der Totenscheine in den USA deutet darauf hin, dass sich die Zahl der alkoholbedingten Todesfälle zwischen 1999 und 2017 verdoppelt hat. Die Ergebnisse wurden in Alcoholism: Clinical & Experimental Research publiziert (2020; doi: 10.1111/acer.14239).

Die Zahl der alkoholbedingten Todesfälle stieg pro Jahr bei Personen ab 16 Jahren von 35.914 auf 72.558, betroffen waren 1999 demnach 16,9 und 2017 25,5 pro 100.000 US-Bürger. Insgesamt wurden in den Jahren 1999 bis 2017 fast 1 Million alkoholbedingte Todesfälle registriert. Im Jahr 2017 waren 2,6 % der etwa 2,8 Millionen Todesfälle in den Vereinigten Staaten auf Alkohol zurückzuführen.

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Früherer Berichte deuten jedoch darauf hin, dass Totenscheine Alkohol als Todesursache häufig nicht angeben. Der tatsächliche Umfang der alkoholbedingten Mortalität in den Vereinigten Staaten liege daher wahrscheinlich höher, vermuten die Autoren vom National Institute on Alcohol Abuse and Alcoholism in Bethesda.

Lebererkrankungen (30,7 %; n = 22.245) oder Überdosierungen durch Alkohol allein oder in Kombination mit anderen Drogen (17,9 %; n = 12.954) waren laut Totenschein für fast die Hälfte der alkoholbedingten Todesfälle verantwortlich.

Die höchsten Raten erreichten Männer, Menschen im Alter zwischen 45 und 74 Jahren und Amerikaner nicht-hispanischer (NH) und indianischer Abstammung sowie Ureinwohner Alaskas. Die alkoholbedingten Todesfälle nahmen in allen Altersgruppen zu, mit Ausnahme der 16 bis 20-jährigen und jener, die älter als 75 Jahre waren.

Der größte jährliche Anstieg trat bei weißen NH-Frauen auf. Akute alkoholbedingte Todesfälle stiegen vor allem bei den 55- bis 64-Jährigen; die Raten der chronischen alkoholbedingten Todesfälle, die die Mehrheit der alkoholbedingten Todesfälle ausmachten, nahm hingegen bei den jüngeren Erwachsenen im Alter von 25 bis 34 Jahren am stärksten zu. © gie/aerzteblatt.de

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