NewsÄrzteschaft40 Medizinstudienplätze in Ungarn für künftige Hausärzte in Sachsen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

40 Medizinstudienplätze in Ungarn für künftige Hausärzte in Sachsen

Dienstag, 7. Januar 2020

/Chinnapong, stock.adobe.com

Dresden – Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Sachsen vergibt wieder 20 Studienplätze für Medizin an der Universität Pécs in Ungarn. Bis Ende Januar können sich Abiturienten für einen der geförderten Plätze im deutschsprachigen Studiengang Humanmedizin bewerben. Zudem beteiligt sich das sächsische Sozialministerium an dem Projekt und finanziert ab 2020/21 weitere Studienplätze. Insgesamt 40 Abiturienten erhielten damit die Chance, ein Medizinstudium in Ungarn aufzunehmen, teilte die KV mit.

Die KV Sachsen hat das Projekt „Studieren in Europa – Zukunft in Sachsen“ nach eigenen Angaben entwickelt, um dem Ärztemangel im Land entgegenzuwirken. Seit dem Jahr 2013 werden jeweils 20 Studierende gefördert, die das Medizinstudium im deutsch­sprachigen Studiengang Humanmedizin an der Universität Pécs in Ungarn aufgenommen haben. Ihnen werden die Studiengebühren für die Dauer der Regel­studienzeit finanziert, also für zwölf Semester. Im Gegenzug verpflichten sich die geförderten Studierenden, im Anschluss an ihr Studium die Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin in Sachsen zu absolvieren und für mindestens fünf Jahre als Hausarzt in Sachsen außerhalb der Städte Leipzig/Markkleeberg sowie Dresden/Radebeul tätig zu sein.

Anzeige

„Um die hausärztliche Tätigkeit näher kennenzulernen, gehen die Studierenden während des Studiums eine Patenschaft mit einer Hausarztpraxis in Sachsen ein, bei der sie jährlich zwölf Tage hospitieren“, informiert die KV auf der Website Nachwuchsärzte-Sachsen.de

Finanziert wird das Modellprojekt aus dem Strukturfonds zur Sicherstellung der ärztlichen Versorgung in Sachsen, der paritätisch von der KV Sachsen und den sächsischen Kranken­kassen getragen wird. Die jetzt hinzugekommenen weiteren 20 Studienplätze trägt aber das sächsische Sozialministerium. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Avatar #799020
Sivend
am Freitag, 10. Januar 2020, 11:43

Gute Förderung

Sehr gute Förderung und es sorgt zusätzlich für ein gutes Verhältnis zwischen Ungarn und Deutschland.
LNS

Nachrichten zum Thema

17. Januar 2020
Augsburg – „Klinische Entscheidungskompetenz“ – das sind die Fähigkeiten und Fertigkeiten, die es braucht, um im klinischen Alltag eine Diagnose zu stellen und einen Therapieplan für und mit Patienten
Neue Lehrpläne sollen Entscheidungskompetenz in der Klinik verbessern
16. Januar 2020
Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern will auch Abiturienten mit schlechteren Noten ein Medizinstudium ermöglichen – sofern sie danach zehn Jahre als Hausärzte auf dem Land arbeiten. Der
Landarztquote in Mecklenburg-Vorpommern nimmt nächste Hürde
10. Januar 2020
Mainz – Lautstarker Protest in weißen Kitteln: Mehrere hundert Studierende der Human-und Zahnmedizin haben in Mainz gegen den Kurs der rheinland-pfälzischen Landesregierung protestiert und mehr Geld
Medizinstudierende protestieren gegen Unterfinanzierung
9. Januar 2020
Berlin – Zur Lösung des Dilemmas deutscher Medizinstudierender in Polen, die seit einigen Monaten keine Approbation von deutschen Landesprüfungsämtern aufgrund in Polen nicht erbrachter
Länder sollen Konflikt um Approbation für deutsche Medizinabsolventen in Polen klären
8. Januar 2020
Potsdam – Im Konflikt um Approbationen für deutsche Mediziner, die in Polen studiert haben, drängt die brandenburgische Ge­sund­heits­mi­nis­terin Ursula Nonnemacher (Grüne) auf rasche Lösungen.
Medizinabsolventen in Polen: Brandenburgs Ge­sund­heits­mi­nis­terin drängt auf Lösung für Approbation
20. Dezember 2019
Berlin – Deutsche Medizinabsolventen, die in Polen studiert haben, stehen vor einem bislang unbekannten Problem: Seit einigen Monaten erhalten sie keine Approbation mehr von den deutschen
Keine Approbation für deutsche Medizinabsolventen aus Polen
18. Dezember 2019
Stuttgart – Mehr Ärzte sollen sich in Baden-Württemberg künftig auf dem Land niederlassen. Die grün-schwarzen Fraktionsspitzen einigten sich heute in Stuttgart auf Maßnahmen, um mehr Landärzte zu
LNS LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

  • @Dr. Liebling | Naturfreund | 18.01.20 23:12 | Vermischtes
  • @ Practicus | dr.med.thomas.g.schaetzler | 18.01.20 22:55 | Hochschulen
  • @Zygis | Practicus | 18.01.20 21:36 | Politik
  • NaNa... | Practicus | 18.01.20 21:03 | Hochschulen
  • @Practicus | Naturfreund | 18.01.20 21:00 | Ärzteschaft

Archiv

NEWSLETTER