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Ärzteschaft

KV Saarland erweitert Fördermaßnahmen für den Ärztenachwuchs

Dienstag, 7. Januar 2020

/Yul, stock.adobe.com

Saarbrücken – Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Saarland hat die Mittel für den Strukturfonds von 0,1 auf 0,2 Prozent der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung verdoppelt. Künftig stehen in dem Bundesland aus dem Fonds damit rund 1,3 Millionen Euro jährlich für Fördermaßnahmen der ambulanten Versorgung zur Verfügung. Die Hälfte des Geldes kommt von den Verbänden der Krankenkassen.

„Die KV Saarland sieht den Strukturfonds als Mittel, um flexibel auf die regionalen Versorgungsprobleme reagieren zu können“, hieß es aus der KV. Sie will nach eigenen Angaben Anreize dafür schaffen, dass wieder mehr Vertragsärzte eine Zulassung oder Anstellung in unterversorgten Gebieten anstreben – oder in Gebieten, die von Unterversorgung bedroht sind.

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Mit den zusätzlichen Mitteln hat die KV daher jetzt die Fördermaßnahmen erhöht: So steigt der Förderbetrag zur Neuniederlassung und zur Praxisübernahme in unter­versorgten Gebieten von bislang maximal 25.000 auf maximal 60.000 Euro. Für drohend unterversorgte Gebiete und für Gebiete, für die ein sogenannter regionaler Versorgungs­bedarf ermittelt wurde, beträgt die Förderung bis zu 30.000 Euro.

Praxen, die in unterversorgten Gebieten einen angestellten Arzt beschäftigen, können ebenfalls eine Förderung von bis zu 60.000 Euro erhalten.

Auch Studierende können von den zusätzlichen Mitteln profitieren: So steigt der Zuschuss zum Praktischen Jahr (PJ) für das Wahlfachtertial Allgemeinmedizin auf 750 Euro pro Monat, wenn die Studierenden das PJ im ländlichen Raum in einer Gemeinde mit weniger als 10.000 Einwohnern absolvieren. © hil/aerzteblatt.de

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