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Politik

Baden-Württemberg erprobt neue Wege zur Förderung der Geburtshilfe

Dienstag, 7. Januar 2020

Immer mehr Kliniken in Baden-Württemberg haben Probleme, offene Stellen für Hebammen und Fachärzte zu besetzen. /RioPatuca Images, stock.adobe.com

Stuttgart – Der „Runde Tisch Geburtshilfe“ in Baden-Württemberg hat die Erprobung lokaler Gesundheitszentren beschlossen, in denen unterschiedliche Professionen und Fachgebiete bei der Geburtshilfe eng miteinander zusammenarbeiten. Auf einen entsprechenden Förderaufruf hatten sich zahlreiche Regionen beworben. Den Zuschlag erhalten die Landkreise Reutlingen und Sigmaringen, der Ortenaukreis sowie die Stadt Radolfzell.

„Die Versorgung für werdende Mütter ist im Land sehr unterschiedlich, einige Regionen sind gut aufgestellt, andere sind unterversorgt. Mit dem Konzept der Gesundheitszentren für Geburtshilfe gehen wir einen neuen Weg, der sowohl für die Schwangeren als auch für Hebammen sowie Ärzte eine attraktive Alternative darstellen soll“, sagte Staatssekretärin Bärbl Mielich (Grüne). Sie betonte, die neue Versorgungsform werde mit dem Ziel evaluiert, diese bei positivem Ergebnis auch auf andere Regionen im Land zu übertragen.

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Das Ministerium für Soziales und Integration in Baden Württemberg hatte den „Runden Tisch Geburtshilfe“ Anfang 2017 ins Leben gerufen. Vertreter aus den in der Geburtshilfe beteiligten Fachrichtungen und Institutionen sowie Betroffene bringen dort ihre Expertise und Erfahrungen ein. Auf der konstituierenden Sitzung im Januar 2017 wurde beschlossen, zunächst die aktuelle Versorgungssituation in Baden-Württemberg zu analysieren. „Die wichtigsten Erkenntnisse des im Frühjahr 2018 veröffentlichten Berichts: Immer mehr Kliniken in Baden-Württemberg haben Probleme, offene Stellen für Hebammen und Fachärzte zu besetzen, und der Großteil der freiberuflich tätigen Hebammen erhält mehr Anfragen, als diese annehmen können“, berichtet der Runde Tisch auf seiner Internetseite.

„Die jetzt beschlossenen vier Modellvorhaben haben das Ziel, die flächendeckende Versorgung mit allen Angeboten der Geburtshilfe in Baden-Württemberg auf Dauer sicherzustellen“, betonte Mielich. © hil/aerzteblatt.de

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