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Berliner Forscher analysieren die Bauchspeicheldrüse auf Einzelzellebene

Mittwoch, 8. Januar 2020

Pankreas /RAJCREATIONZS, stock.adobe.com
Pankreas /RAJCREATIONZS, stock.adobe.com

Berlin – Forscher des Berlin Institute of Health (BIH) und der Charité – Universitätsmedizin Berlin koordinieren ein internationales Projekt zur Einzelzellanalyse der menschlichen Bauchspeicheldrüse. Die Europäische Union fördert das Vorhaben „ESPACE“ mit insgesamt fünf Millionen Euro, davon geht eine Million Euro nach Berlin. Das Projekt ist Teil des weltweiten Unterfangens, den menschlichen Körper Zelle für Zelle zu beschreiben – des Human Cell Atlas.

„Wir waren schon lange an der detaillierten Untersuchung dieses wichtigen menschlichen Organs interessiert“, erklärt Roland Eils, BIH Chair und Gründungsdirektor des Digital Health Center am BIH und an der Charité. In einem internationalen Pilotprojekt des Human Cell Atlas, das von der Chan-Zuckerberg-Foundation gefördert wurde, hat Eils mit seiner Arbeitsgruppe herausgefunden, wie die schonende Aufbereitung der einzelnen Zellen aus der Bauchspeicheldrüse gelingt. „Diese Vorarbeiten haben uns in die Lage versetzt, das Teilprojekt Pankreas in der weltweiten Human Cell Atlas Initiative zu übernehmen“, berichtet der Wissenschaftler.

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Im aktuellen Projekt planen die Wissenschaftler, die bisher bekannten rund 20 verschie­denen Zelltypen der Bauchspeicheldrüse detailliert zu analysieren – und dabei möglicherweise noch weitere zu entdecken. Dazu untersuchen zehn Projektgruppen aus Deutschland, den Niederlanden, Spanien, Schweden, Israel und Italien die Genaktivität, indem sie die Boten-RNA aus dem Zellkern analysieren, als auch die Gesamtheit aller Proteine, das so genannte Proteom der einzelnen Zellen.

Ziel ist, ein Grundverständnis des gesunden Organs zu schaffen, bisher unbekannte Details in gesundem und krankem Gewebe zu entdecken und damit zu neuen Diagnose- und Therapiemöglichkeiten beizutragen.

Das Bauchspeicheldrüsenprojekt ist laut Eils das einzige Projekt von insgesamt sechs europäischen Human Cell Atlas Initiativen, das von Deutschland aus koordiniert wird. © hil/aerzteblatt.de

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