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Plastische Chirurgen aus Regensburg helfen in Myanmar

Freitag, 10. Januar 2020

Regensburger Ärzteteam, das gemeinsam mit den Tumor-Orthopäden aus Myanmar eine Borggreve-Plastik erfolgreich durchgeführt hat. /professor prantl

Regensburg – Ärzte vom Hochschul­zent­rum für Plastische Hand- und Wiederher­stellungs­chirurgie der Universität Regensburg haben im vergange­nen Jahr in Myanmar sechs fortgeschrittene Knochensarkome reseziert und mit Borg­greve-Plastiken rekons­truiert. Darauf hat die Uniklinik Regensburg hingewiesen.

Die Ärzte um Lukas Prantl und Thiha Aung vom Hochschul­zent­rum für Plastische Hand- und Wiederherstellungschirurgie der Universität Regensburg reisen zweimal jährlich nach Myanmar und operieren Patienten mit fortgeschrittenen Tumoren, Sarkomen, Lippen-Kiefer-Gaumenspalten sowie Verbrennungen.

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Das Ärzteteam agiert dort nach eigenen Angaben unter erschwerten Bedingungen: Stumpfe Skalpelle, keine passenden, feinen Fäden zum Verschließen der Wunden, perso­nelle Unterbesetzung im OP, häufige Stromausfälle und die klimatischen Bedingungen mit Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit gehören zu den Problemen vor Ort.

„Man muss einfach versuchen, mit den Bedingungen zurechtzukommen und trotzdem Leistung zu bringen, denn man darf nicht vergessen, es hängt ein Menschenleben und die Hoffnung einer ganzen Familie an der Behandlung. Da nimmt man solche Umstände gerne in Kauf“, erläutert Prantl, der als Leiter der Abteilung für Plastische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie des UKR und Caritas-Krankenhaus St. Josef die Einsätze regelmäßig unterstützt.

„Vor Ort operiere ich vor allem Weichteil- und Knochensarkome und Lippen-Kiefer-Gau­menspalten, die eine plastische Rekonstruktion erfordern“, so Aung.

Die Mediziner nehmen zu ihren Einsätzen immer auch Hilfsmittel wie Prothesen mit, die durch Spendengelder und durch Kooperationspartner gesponsert werden. Regensburger Orthopädie-Techniker kooperieren dazu mit den Kollegen in Myanmar, um die Prothesen an die vor Ort speziellen Anforderungen anzupassen. Die Nachsorge für die Patienten erfolgt dann via Telemedizin. © hil/aerzteblatt.de

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