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Ärzteschaft

Berufliche Zufriedenheit bei Ärzten und Apothekern sinkt

Donnerstag, 9. Januar 2020

/dpa

Düsseldorf – Ärzte, Zahnärzte und Apotheker sind mit ihrem beruflichen Umfeld weniger zufrieden also noch 2016. Das zeigt eine Umfrage der Deutschen Apotheker- und Ärzte­bank (Apobank).

Demnach waren 2016 noch 62 Prozent der Heilberufler (sehr) zufrieden, jetzt ist es nur noch eine knappe Mehrheit. Vor allem bei Frauen ist die gute Stimmung laut der Umfrage deutlich zurückgegangen, von 63 auf 52 Prozent.

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Besonders augenfällig ist der Rückgang der Befragung zufolge bei Studierenden. Während 2016 noch 71 Prozent mit ihren beruflichen Aussichten zufrieden waren, sind es 2019 nur noch 56 Prozent. Richtig pessimistisch beurteilen die Situation jedoch nur 12 Prozent der Studenten, ein Drittel blickt neutral in die Zukunft der Heilberufer.

Menschen heilen und helfen ist nach wie vor mit 83 Prozent eins der wichtigsten Anlie­gen der Heilberufler und rangiert auf der Werteskala sogar noch vor den Kriterien wie ei­gene Gesundheit (79 Prozent) und Freizeit (77 Prozent). Mit 65 Prozent nimmt das Thema nachhaltiger Lebensstil und Umweltschutz in der aktuellen Umfrage an Relevanz zu (2016: 60 Prozent).

Für 93 Prozent der Befragten gehören Familie und Partnerschaft zu den wichtigsten Bereichen im Leben. Finanzielle Sicherheit und Altersvorsorge bleiben eine wichtige Basis und haben mit 87 Prozent im Vergleich zur letzten Erhebung (2016: 85 Prozent) leicht an Bedeutung dazu gewonnen. Insgesamt bleiben Kriterien wie Vermögensbildung (59 Prozent), Eigentum (58 Prozent) oder berufliche Karriere (46 Prozent) nachrangig.

„Laut unserer Studie ist es vor allem eine Arbeitsumgebung, die Familie und Privatleben als oberste Priorität respektiert, die mehr Zeit für den Patienten und weniger für die Bü­ro­kratie vorsieht, und eine flexible und freie Arbeitszeitgestaltung zulässt“, sagte Ulrich Sommer, Vorsitzender des Vorstands der Apobank.

Die Apobank hat die Studie „Inside Heilberufe“ nach der ersten Ausgabe 2016 jetzt zum zweiten Mal durchgeführt. Im Auftrag der Bank hat das Institut DocCheck Research 500 Heilberufler befragt, darunter Apotheker, Ärzte, Zahnärzte sowie Medizin-, Zahnmedizin beziehungsweise Pharmaziestudenten. Die Stichprobe setzt sich zu gleichen Anteilen aus angestellten und selbständigen Berufstätigen zusammen. Rund ein Viertel der Angestellten arbeitet im Krankenhaus. © hil/aerzteblatt.de

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