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Ärzteschaft

ÄKWL für Berücksichtigung des ambulanten Sektors bei Krankenhausplanung

Donnerstag, 9. Januar 2020

/dpa

Münster – Die Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL) hat davor gewarnt, die Diskussion um die künftige Kliniklandschaft allein unter dem Aspekt der Schließung von kleinen Häusern zu führen. „Es geht nicht nur darum, kleine Häuser zu größeren Einheiten zu­sammenzulegen“, sagte der Präsident der Kammer, Hans-Albert Gehle.

Vielmehr müsse eine neue Krankenhaus­struktur mit Verstand und mit dem Ziel einer flächendeckenden guten Versorgung erreicht werden. „Einfache Forderungen nach der Schließung kleinerer Häuser dürfen und können nicht die Lösung sein“, sagte Gehle.

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Besonders wichtig sei, bei der Planung auch die ambulanten Strukturen zu berücksich­ti­gen. Gehle begrüßte in diesem Zusammenhang das Signal von Nordrhein-Westfalens Ge­sundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU), der bei der Krankenhausplanung den ärzt­lichen Sachverstand für die weiteren Planungsverfahren einfordere. „Dazu sind wir als Ärztekammer sehr gerne bereit. Wir werden uns mit unserer Expertise intensiv einbrin­gen“, sagte Gehle.

Der Arzt sei „letztendlich derjenige, der den Überblick und die Letztverantwortlichkeit behalten muss“, so der Kammerpräsident. Das gelte auch für die Patientensteuerung. „Eine rein ökonomische Patientensteuerung wird nicht gelingen, das hat man schon bei der Praxisgebühr gesehen“, so Gehle.

Vielmehr müssten medizinische Kriterien maßgeb­lich dafür sei, wo die Patienten betreut würden. „Und die müssen wir Ärzte stellen und damit dem Patienten einen Weg weisen“, betonte der Ärztepräsident. © hil/aerzteblatt.de

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