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Österreich: Grüner Ge­sund­heits­mi­nis­ter vereidigt

Donnerstag, 9. Januar 2020

Sozialminister Rudolf Anschober (Die Grünen, links im Bild) und Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen. /picture alliance

Wien – Österreich hat mit Rudolf Anschober einen neuen Bundesminister für Arbeit, So­ziales, Gesundheit und Konsumentenschutz. Der Grünen-Politiker wurde vorgestern von Bun­des­präsident Alexander Van der Bellen vereidigt.

Der gelernte Volksschullehrer ist seit den 1980er-Jahren politisch aktiv. Er hat sich bis­lang vor allem mit Umwelt- und Asylpolitik beschäftigt. Zuletzt erhielt er große Auf­merk­samkeit für seine überparteilich vernetzte Initiative „Ausbildung statt Abschiebung“, die mit dem Inkrafttreten am 28. Dezember 2019 Asylsuchenden eine Aufenthaltsduldung bis zum Ausbildungsende gewährt.

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Nun wechselt der 59-Jährige von der Umwelt- in die Sozial- und Gesundheitspolitik. Er übernehme „ein sehr gut aufgestelltes professionell agierendes Ressort“, sagte seine Vor­gängerin Brigitte Zarfl (fraktionslos), die nach sieben Monaten aus dem Amt scheidet. Die größte Aufgabe seiner Amtszeit werde ein zukunftsorientiertes Pflegesystem, sagte An­schober dem Österreichischen Rundfunk ORF.

Der ORF berichtet auch, dass das Sozial- und Ge­sund­heits­mi­nis­terium – wie bereits mehr­fach in der Geschichte – künftig das Ressort „Arbeit“ an das Familienministerium abgeben soll.

Sowohl die österreichische Ärztekammer (ÖÄK) als auch die Apothekerkammer zeigten sich erfreut über die Ernennung Anschobers. „Rudolf Anschober hat sich den Ruf erarbei­tet, konsequent und hartnäckig für den sozialen Gedanken in der Gesundheitspolitik ein­zutreten. Sein soziales Engagement und seine unbestreitbare Kompetenz zeichnen ihn aus“, sagte ÖÄK-Präsident Thomas Szekeres.

„Mit Rudi Anschober hat die neue Bundesregierung ein überaus engagiertes, pragmatisch agierendes Mitglied mit langjähriger politischer Erfahrung und großer sozialer Kompe­tenz“, erklärte Ulrike Mursch-Edlmayr, Präsidentin der Österreichischen Apotheker­kammer. © jff/aerzteblatt.de

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