NewsPolitikApotheker für Produktion von Arzneimitteln in der EU
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Apotheker für Produktion von Arzneimitteln in der EU

Freitag, 10. Januar 2020

/dpa

Berlin – In der Debatte um Lieferengpässe bei Medikamenten macht sich der Apotheker­verband ABDA erneut für eine verstärkte Arzneimittelproduktion in Europa stark.

„Auf längere Sicht sollten Arzneimittel wieder innerhalb der EU produziert werden“, sagte ABDA-Präsident Friedemann Schmidt heute der Passauer Neuen Presse. „Die komplette Auslagerung der Pharmaproduktion nach Asien sollte rückgängig gemacht werden.“ Zwar würden sich dadurch die Preise erhöhen, doch es sei für die Versorgungs­sicherheit not­wendig.

Anzeige

Die Apotheker fordern schon länger mehr Anreize für eine stärkere Wirkstoffproduktion in Europa. Viele Pharmakonzerne lassen laut ABDA Wirkstoffe in Fernost herstellen – etwa Antibiotika in China und Indien. Dort konzentriert sich die Produktion auf wenige Betrie­be, wie der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie jüngst erklärte.

Die Folge: Steht die Produktion zeitweilig still oder kommt es wegen Verunreinigungen zu Arzneimittelrückrufen, hakt es in der Lieferkette.

Nach früheren Angaben des Apothekerverbandes hat sich die Zahl der nicht verfügbaren Rabattarzneimittel fast verdoppelt: Von 4,7 Millionen Packungen 2017 auf 9,3 Millionen im Jahr 2018. Jedes 50. dieser Mittel sei von Lieferengpässen betroffen – also mehr als zwei Wochen nicht verfügbar oder deutlich stärker nachgefragt als angeboten. © dpa/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

27. Januar 2020
Berlin – Das im Koalitionsvertrag von Union und SPD angestrebte Versandhandelsverbot für rezeptpflichtige Arzneimittel wird nicht kommen. Das hat Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) heute in
Spahn hält am Versand verschreibungspflichtiger Arzneimittel fest
24. Januar 2020
Berlin – Auch Daten aus elektronischen Patientenakten und aus den Abrechnungen der Krankenkassen sollten in die Bewertung des Zusatznutzens neuer Arzneimittel einfließen. Dafür hat sich heute in
Pharmaverband will breiteres Spektrum an Versorgungsdaten zur Nutzenbewertung
22. Januar 2020
Berlin – Der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) will Hinweise für Ärzte zur Austauschbarkeit von biologischen Referenzarzneimitteln durch Biosimilars im November vorlegen. Das kündigte die
Hinweise zur Austauschbarkeit von Biosimilars sollen im November vorliegen
16. Januar 2020
Berlin – Arzneimittel gelangen aufgrund von Ausscheidungen, aber auch durch unsachgemäße Entsorgung in Gewässer und das Grundwasser. Eine Gesundheitsgefährdung für Menschen besteht Wissenschaftlern
Forscher sehen keine Gefahr durch Arzneimittelrückstände im Trinkwasser
14. Januar 2020
Mainz – Rheinland-Pfalz macht sich im Bundesrat für die Behebung von Lieferengpässen bei Medikamenten stark. Gemeinsam mit Hessen sei ein Entschließungsantrag im Bundesrat geplant, berichtete
Rheinland-Pfalz startet Initiative zu Lieferengpässen bei Arzneimitteln
9. Januar 2020
Berlin – Angesichts anhaltender Lieferprobleme bei Arzneimitteln setzen sich die Grünen im Bundestag dafür ein, bestehende Meldepflichten für Lieferengpässe auszuweiten und ein zentrales Register beim
Arzneimittelengpässe: Grüne wollen Meldepflichten ausweiten
19. Dezember 2019
Frankfurt – Für das Zwei-Millionen-Euro teure Gentherapeutikum Zolgensma will Novartis/Avexis ein globales Härtefallprogramm anbieten, das alle Länder weltweit umfasst, in denen Onasemnogene
LNS LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER