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Vermischtes

Pflege von Angehörigen mindert Einkommen

Dienstag, 14. Januar 2020

/picture alliance

Berlin/Bremen – Arbeitnehmer, die über einen längeren Zeitraum familiäre Pflegeaufga­ben übernehmen, büßen dabei rund drei Prozent ihres Stundenlohns ein. Das berichten Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Altersfragen in Berlin und des Forschungs­zentrums Ungleichheit und Sozialpolitik der Universität Bremen in der Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie (DOI 10.1007/s00391-019-01666-5).

Die Forscher werteten dafür Daten des sozio-ökonomischen Panels der Jahre 2001 bis 2017 für Frauen und Männer getrennt aus. „Sowohl für Frauen (2,4 Pro­zent) als auch für Männer (3 Prozent) ergeben sich Lohneinbußen durch familiäre Pflegetätigkeiten“, fassen die Wissenschaftler ihre Ergebnisse zusammen.

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„Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass erhebliche unerklärte pflegebedingte Lohn­ein­bußen für Frauen und Männer bestehen, die mit gängigen lohnrelevanten Faktoren nicht erklärt werden können“, sagte Ulrike Ehrlich vom Deutschen Zentrum für Alters­fra­gen.

Die Studie biete auch eine neue Erklärung für den Lohnabstand zwischen Frauen und Männern: „Zwar sind die Lohneinbußen für Frauen als auch für Männer vorhanden, jedoch übernehmen Frauen sehr viel häufiger familiäre Pflegearbeit und sind daher auch deut­lich öfter von den damit einhergehenden nachteiligen Effekten auf den Lohn betroffen“, so die Wissenschaftlerin. © hil/aerzteblatt.de

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Lothar Schwarz
am Mittwoch, 29. Januar 2020, 09:54

Pflegende Angehörige Lebensunterhalt

Es gibt unter den Pflegenden Angehörigen sehr viel unterschiedliche Pflegesituationen. Es gibt die Menschen, die voll arbeiten und z.B. Abends bei den Pflegebedürftigen vorbeischauen bis hin zu den Pflegenden Angehörigen, die jeden Tag 12-16 Std. pflegen und in der Nacht noch abrufbar sein müssen. Es ist eine große Ungerechtigkeit, dass man aus der Politik die besonders schwierigen und zeitaufwendigen Pflegen oft vollkommen unberücksichtigt läßt. Da werden Aktionen gestartet wie "Vereinbarkeit von Pflege und Beruf, was hierseits nicht kritisiert wird. Wo aber bleibt die oft noch dringlichere Unterstützung bei den genannten zeitintensiven und schweren Pflegesituationen ? Da gibt es Defizite zuhauf und genau von dort kommen auch die Beschwerden über vollkommene Überlastung bei oft keinerlei Anerkennung und einer finanziellen Situation, die einfach nicht mehr hingenommen werden können in sehr vielen Fällen, die den Verantwortlichen auch sehr bewußt sind und auch die entsprechenden Studien, die diese Mißstände klar aufzeigen und bestätigen liegen auf den Tischen der Entscheider. Die oft genug immer wieder u. gebetsmühlenhaft auf den § 1618 a verweisen, der besagt, dass es eine Beistandspflicht gibt, wobei diese Pflegenden Angehörigen doch genau an diese Beistandsverpflichtung halten. Im Übrigen, ohne dass sie aus der Politik darauf hingewiesen werden mußten. Der Paragraph besagt aber nichts über die z.B. finanzielle Ausstattung in solchen Fällen und dennoch wird dieses Gesetz in dem Sinn umfunktioniert, indem man quasi aussagt: Das wäre "unentgeltlich" zu machen, wie das uns auch eine Bundeskanzlerin vor nicht allzu langer Zeit geschrieben hat.
Es gibt in Österreich ( Burgenland ) ein Modell, wo Pflegende Angehörige quasi als "Abgestellte" beim Staat einen Lohn erhalten. Andere Modelle gibt es zuhauf. In Deutschland bleibt man bei "unentgeltlich" für Pflegende Angehörige stehen !

IPA ° Initiative Pflegender Angehöriger-Bürgerprotest ° www.IPA-buergerprotest.blogspot.de
LNS

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