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Mehr Erwerbstätige, mehr Verdachtsfälle auf Berufskrankheiten

Mittwoch, 15. Januar 2020

/picture alliance, Paul Zinken

Dortmund – Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland ist auf einem neuen Höchst­stand. Das geht aus dem Bericht „Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit“ (SuGA) hervor, den die Bun­desanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) jährlich im Auftrag des Bundes­ministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) erstellt.

Demnach gab es 2018 trotz einer leicht gesunkenen Bevölkerungszahl (81,6 Millionen; -0,2 Prozent) bundesweit 41,9 Millionen Erwerbstätige. Das entspricht einem Plus von 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

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Die BAuA schätzt, dass im Jahr 2018 etwa 708 Millionen Arbeitstage durch Erwerbs­un­fähigkeit ausgefallen sind. Dies führte zu einem geschätzten Produktionsausfall anhand der Lohnkosten von rund 85 Milliarden Euro. Wird der Verlust an Arbeits­produktivität ein­bezogen, gingen der deutschen Volkswirtschaft damit sogar rund 145 Milliarden Euro an Bruttowertschöpfung verloren.

Im Vergleich zu 2017 gab es zudem mehr Anzeigen auf Verdacht einer Berufskrankheit (82.622; +3,6 Prozent). Die größten Anstiege betrafen dabei Hautkrebs durch UV-Strah­lung (+15,8 Prozent) und Lärmschwerhörigkeit (+7,7 Prozent). Bei der Berufs­krankheit Hautkrebs durch UV-Strahlung stieg sowohl die Zahl der Aner­kennungen (+7,6 Prozent), als auch die Zahl der neuen Rentenfälle (+46,5 Prozent).

Asbestbedingte Berufskrankheiten waren 2018 für fast zwei Drittel der Todesfälle verant­wortlich (63,2 Prozent). „Hierbei sind die langen Latenzzeiten asbestbedingter Erkrankun­gen zu berücksichtigen. So liegen zwischen Exposition und Ausbruch der Erkrankung häufig mehr als 30 Jahre“, heißt es dazu von den Autoren.

Dem Bericht zufolge gingen darüber hinaus die Zahlen der meldepflichtigen (949.309; -0,6 Prozent) und tödlichen Arbeitsunfälle (541; -4,1 Prozent) weiter zurück. Die Unfall­quote der meldepflichtigen Arbeitsunfälle je 1.000 Vollarbeiter lag 2018 mit 24,2 zwar höher als im Vorjahr.

Dies führt die BAuA allerdings darauf zurück, dass sich die Erfassung der Arbeitsstunden geändert hat. Einen deutlichen Anstieg ermittelte die Bundesanstalt hingegen bei den tödlichen Arbeitsunfällen im Straßenverkehr: Hier stieg die Zahl der 2018 gemeldeten Arbeitsunfälle um 22,5 Prozent auf 136 Unfälle. © hil/sb/aerzteblatt.de

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