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Ausland

Tote durch Schnee und Hochwasser in Pakistan und Afghanistan

Dienstag, 14. Januar 2020

Aus dem Süden des an Afghanistan und Pakistan grenzenden Iran wurden schwere Überschwemmungen mit mindestens drei Todesopfern gemeldet. /picture alliance

Islamabad – Infolge von Schneefällen und Überschwemmungen sind in den Nachbarlän­dern Pakistan und Afghanistan in den vergangenen Tagen mehr als 130 Menschen ums Leben gekommen.

Aus Pakistan meldeten die Behörden heute 93 Todesopfer, 76 Verletzte sowie einige Ver­misste. In Afghanistan führten die Wetterbedingungen zu 39 Todesopfer, mindestens 60 Menschen trugen Verletzungen davon. Die Wettervorhersagen für die kommenden Tage ließen weitere Opfer in den beiden Ländern befürchten.

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In Pakistan war die Unruheregion Kaschmir mit 62 Todesopfern und zehn Vermissten be­sonders stark betroffen, wie die nationale Katastrophenschutzbehörde mitteilte. Im Nee­lum-Tal in Kaschmir löste heftiger Schneefall mehrere Lawinen aus, von denen eine min­destens 19 Menschen tötete. Zehn Menschen wurden dort vermisst.

In der südpakistanischen Provinz Baluchistan kamen mindestens 31 Menschen durch die Wetterbedingungen ums Leben. Bei den Opfern handele es sich mehrheitlich um Frauen und Kinder, sagte ein Vertreter der örtlichen Katastrophenschutzbehörde.

In verschiedenen Teilen Afghanistans wurden mehr als 300 Häuser zerstört oder beschä­digt, wie der Sprecher der afghanischen Katastrophenschutzbehörde, Ahmed Tamin Asi­mi, mitteilte. Ursache seien ein Kälteeinbruch, heftiger Schneefall und Regen, die bereits vor zwei Wochen eingesetzt hätten.

Die meisten der 39 Todesopfer kamen den Angaben zufolge durch unter der Schneelast zusammenbrechende Dächer um. Besonders schlimm war den Angaben zufolge die Lage in den südlichen Provinzen Kandahar, Helmand, Sabul sowie in Herat im Westen Afgha­nistans.

Ein weiterer Mensch werde vermisst, berichteten iranische Staatsmedien heute. Hunderte Dörfer seien wegen des Hochwassers von der Außenwelt abgeschnitten.

In den Provinzen Hormusgan, Kerman und Sistan-Baluchistan seien den Bewohnern über­schwemmter Städte Boote und Hubschrauber zur Hilfe geschickt worden, berichtete die Nachrichtenagentur Irna. Die Stadt Kasr-e Oand in Sistan-Baluchistan sowie 40 umlieg­ende Dörfer hätten die Rettungskräfte aber noch nicht erreichen können.

Vize-Ge­sund­heits­mi­nis­ter Aliresa Raisi erklärte, durch die Überschwemmungen hätten mehr als 20.000 Menschen in Dörfern von Sistan-Baluchistan ihre Häuser verloren. Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarid hatte bereits gestern im Onlinedienst Twitter geschrieben, dass Sistan-Baluchistan unter „nie da gewesenen Überschwemmungen“ mit „bedeutenden“ Opfern und Schäden leide. © afp/aerzteblatt.de

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