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Leiharbeiter und Befristete häufiger psychisch krank

Mittwoch, 15. Januar 2020

/Monika Wisniewska, stock.adobe.com

Düsseldorf – Leiharbeitnehmer und befristet Beschäftigte sind häufiger von psychischen Erkrankungen wie Burn-Out oder Depressionen betroffen als regulär Beschäftigte. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken-Bundes­tags­frak­tion hervor.

„Personen in atypischen Beschäftigungsformen weisen einen schlechteren psychischen Gesundheitszustand auf als Normalbeschäftigte", heißt es in der Antwort des Arbeits­mi­nisteriums. Längsschnittstudien würden darauf verweisen, dass es sich um kausale Zu­sammenhänge handeln könnte.

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„Unsicherheit, Dumpinglöhne und viel Stress: Prekäre Beschäftigung macht krank, vor allem Leiharbeit drückt vielen auf die Seele“, sagte Jutta Krellmann (Linke) angesichts der Antwort der Rheinischen Post. Die beste Medizin dagegen seien gute Arbeitsbedingun­gen, Tariflöhne und unbefristete Arbeit für alle.

Jeder fünfte Beschäftigte in Deutschland oder fast acht Millionen arbeiten demnach heute in einer sogenannten atypischen Beschäftigungsform. Dazu gehörten fast eine Million Leiharbeitnehmer, 4,5 Millionen Teilzeitbeschäftigte und 2,5 Millionen befristet Beschäftigte.

Das Ministerium berufe sich in seiner Antwort auf mehrere wissenschaftliche Studien, denen Langzeitbefragungen des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) zugrunde liegen. © kna/aerzteblatt.de

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