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Gerüchte schaden Ebolabekämpfung im Kongo

Donnerstag, 16. Januar 2020

/dpa

Kinshasa – Angriffe auf Helfer bremsen den Kampf gegen die Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo. Wie Hilfsorganisationen zur Wochenmitte mitteilten, werden die Übergriffe von Misstrauen und Falschinformationen ausgelöst.

„Die Gerüchte halten sich hartnäckig – darunter Behauptungen, der Ebola-Impfstoff sei eine Fälschung, die Ersthelfer hätten es auf die Organe der Toten abgesehen, die Krank­heit solle Bewohner in Oppositionshochburgen ausrotten und der Ausbruch sei ein Trick, um Geld zu machen“, berichtete die Fachagentur The New Humanitarian über kursierende Falschmeldungen.

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Demnach werden diese vorwiegend über den Nachrichtendienst Whatsapp verbreitet.
Zu Wochenbeginn waren zwei Freiwillige des kongolesischen Roten Kreuzes angegriffen und schwer verletzt worden.

Die beiden hätten ein mutmaßliches Ebola-Opfer nahe der Stadt Mambasa im Osten des Landes beerdigt, wie die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondge­sellschaften (IFRC) gestern mitteilte.

Während die Familie des Erkrankten der Spezialbestattung zugestimmt habe, hätten sich in der Gemeinde „Gerüchte und Panik“ verbreitet. Die angegriffenen Helfer mussten im Krankenhaus behandelt werden.

Im Nordosten des Kongo sind seit dem Ebola-Ausbruch vor etwa eineinhalb Jahren mehr als 3.300 Menschen an dem Virus erkrankt und 2.200 daran gestorben.

Die Weltgesund­heits­organisation spricht vom „zweitgrößten“ bisher verzeichneten Aus­bruch. Inzwischen nimmt die Zahl der Neuinfektionen ab, weil es zwei Impfstoffe gibt. Ende 2013 waren in Westafrika mehr als 11.000 Menschen an der Virus-Erkrankung gestorben. © kna/aerzteblatt.de

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