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Politik

Landarztquote in Mecklenburg-Vor­pommern nimmt nächste Hürde

Donnerstag, 16. Januar 2020

/dpa

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern will auch Abiturienten mit schlechteren Noten ein Medizinstudium ermöglichen – sofern sie danach zehn Jahre als Hausärzte auf dem Land arbeiten. Der Gesundheitsausschuss des Landtags stimmte heute einer entsprechenden Gesetzesänderung zu und ebnete damit den Weg für die Verabschiedung des neuen Ge­setzes in der Landtagssitzung Ende Januar.

Dem Entwurf zufolge sollen jährlich 32 der 400 Medizinstudienplätze in Rostock und Greifswald an Bewerber vergeben werden, die sich verpflichten, nach erfolgreicher Aus­bildung für zehn Jahre als Hausärzte in ländlichen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns tätig zu sein.

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„Potenziellen Landärzten darf der Weg nicht verbaut werden, nur weil sie kein Sensati­ons­abitur haben. Aspekte wie Empathie und soziale Kompetenz werden daher bei der Zu­lassung für das Medizinstudium künftig stärker gewichtet“, erläuterte der CDU-Abgeord­ne­te Wolfgang Waldmüller. Der Numerus clausus für ein Medizinstudium in Deutschland lag in den vergangenen Jahren zwischen 1,0 und 1,2.

Wer sich in die flächendeckende medizinische Versorgung einbringen wolle und ver­pflich­te, nach dem Studium in einer ländlichen Region tätig zu werden, bekomme künftig leichter einen Studienplatz. „Mit dem Gesetz gehen wir neue Wege. Wir brauchen zur Fachkräfte­sicherung innovative Ansätze“, sagte Julian Barlen von der SPD-Fraktion. Wer vertrags­brüchig wird, soll laut Gesetz 250.000 Euro Strafe bezahlen.

In Mecklenburg-Vorpommern praktizieren nach Angaben der Kassenärztlichen Vereini­gung derzeit etwa 1.200 Hausärzte. Gut ein Drittel sei zwischen 50 und 59 Jahren alt und gehe voraussichtlich in sechs bis 15 Jahren in den Ruhestand.

Nach Angaben von Torsten Koplin, trägt die Linksfraktion das Anliegen des Gesetzent­wurfs grundsätzlich mit. „Dieser Schritt war längst überfällig, um dem Mangel an Haus­ärz­ten entgegenzuwirken“, erklärte der Oppositionspolitiker.

Doch nicht nur bei Haus-, sondern auch bei Fachärzten und Apothekern zeichne sich bereits ein Mangel ab. Deshalb halte es seine Fraktion für zwingend erforderlich, „dass neben den Landärzten weitere Arztberufe sowie die Apothekerinnen und Apotheker in das Gesetz aufgenommen werden“. Koplin forderte eine detaillierte Bedarfsanalyse. © dpa/aerzteblatt.de

Kommentare

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Avatar #799020
Sivend
am Samstag, 18. Januar 2020, 14:13

Juhu!

Na endlich! Das nenne ich doch mal eine sehr gute Lösung!
LNS
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