NewsHochschulenResilienzforschung in Mainz stellt sich neu auf
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Hochschulen

Resilienzforschung in Mainz stellt sich neu auf

Donnerstag, 16. Januar 2020

/Korta, stockadobecom

Mainz – Nach der Aufnahme in die Leibniz-Gemeinschaft haben sich die Mainzer Resi­lienz­forscher einen neuen Namen gegeben und den Aufbau einer ambulanten Beratungs­stelle für psychische Gesundheit unter Stressbedingungen angekündigt.

„Wir möchten auch für den einzelnen Bürger etwas anbieten“, sagte der Mitgeschäfts­führer Klaus Lieb während einer Feierstunde gestern in Mainz. Das bisherige Deutsche Resilienz-Zentrum (DRZ) heißt nun Leibniz-Institut für Resilienzforschung (LIR).

Anzeige

An die geplante Resilienz-Ambulanz können sich alle wenden, die sich wegen Stress um ihre psychische Gesundheit sorgen. Neben einer Beratung ist auch an die Vermittlung eines Coachings gedacht, um die seelische Gesundheit zu stärken.

Die Mitarbeiter der Ambulanz, die bis Ende des Jahres die Arbeit aufnehmen könnte, wollen auch besonders gefährdete Gruppen wie geflüchtete Menschen oder Langzeitar­beits­lose erreichen.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) sagte, mit dem LIR etabliere sich eine For­schungs­einrichtung, die den Menschen von Anfang an ins Zentrum stelle. Den Forschern gehe es um die zentrale Frage, wie das Lebens- und Arbeitsumfeld so verändert werden könne, dass Menschen auch unter Stressbedingungen psychisch gesund bleiben könnten.

Für das Bun­des­for­schungs­minis­terium sagte Abteilungsleiterin Veronika von Messling, das Mainzer Institut stehe für einen grundlegenden Wechsel von krankheitsorientierter Forschung zu einer an den Bedingungen von Gesundheit ausgerichteten Forschung. Das LIR nehme auch international eine Vorreiterrolle ein.

Im Zentrum der Forscher steht die Frage, warum Stress manche Menschen krank macht, andere unter gleichen Bedingungen aber gesund bleiben. Das Institut will das Verständ­nis von Resilienz mit Langzeitstudien vertiefen, zu denen auch die Erforschung von zellulären Abläufen im Gehirn gehört. © dpa/aerzteblatt.de

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.
Avatar #799020
Sivend
am Samstag, 18. Januar 2020, 14:09

Notwendig und sehr gute Initiative

Bei der steigenden Depressionsrate ist es unglaublich wichtig, dass die Menschen Möglichkeiten haben einfach an Hilfe und Beratung zu gelangen!
LNS
LNS
Anzeige

Fachgebiet

Stellenangebote

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER