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Politik

Linke in Sachsen-Anhalt gegen Verkauf des Burgenlandklinikums

Freitag, 17. Januar 2020

/picture alliance, Klaus-Dietmar Gabbert

Magdeburg – Die Linke in Sachsen-Anhalt hat die Landesregierung aufgefordert, den Verkauf des insolventen Burgenlandklinikums zu stoppen. Das Land solle mit Bürgschaf­ten alle offenen Gläubigerforderungen absichern, heißt es in einem Brief von Parteichef Stefan Gebhardt und Fraktionschef Thomas Lippmann.

So könne das Insolvenzverfahren beendet und ein Verkauf gestoppt werden. Anschlie­ßend solle das Land über eine gemeinsame Übernahmelösung mit dem Kreis als bishe­rigen Eigentümer diskutieren.

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Das Schreiben richtet sich direkt an Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU). Mit den Landesbürgschaften soll eine Privatisierung des Klinikums verhindert werden. Die Lin­ken-Politiker äußern die Befürchtung, dass der wegen seiner Personalpolitik schwer in der Kritik stehende Ameos-Konzern das derzeit kommunale Haus übernimmt.

Das Burgenlandklinikum hatte wegen Zahlungsschwierigkeiten im September Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet. Seither läuft die Suche nach einem Geldgeber. Die Ent­scheidung über das beste Übernahmeangebot treffen die Gläubiger.

Die Uniklinik Halle zog zuletzt ihr Angebot zurück, gemeinsam mit dem Burgenlandkreis die Krankenhäuser in Naumburg und Zeitz weiterzuführen. Damit entfiel die Option, das Haus trotz Verkauf in öffentlicher Trägerschaft zu erhalten. © dpa/aerzteblatt.de

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