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Arzneimittelfäl­schungen lukrativer als Handel mit harten Drogen

Freitag, 17. Januar 2020

/BfArM

Berlin – Auf das weltweite Problem des Handels mit gefälschten Arzneimitteln hat die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände – hingewiesen. Danach ist wahrscheinlich jedes zweite Arzneimitteln gefälscht, das über illegale Internetversender bezogen wird.

„Gefälscht wird alles, wovon sich die kriminellen Fälscher Profi ver­sprechen. Beispiele sind Lifestyle-Medikamente, Arzneimittel gegen Krebserkrankungen, HIV oder Diabetes und Malariamittel“, heißt es in einem aktualisierten Faktenblatt der ABDA.

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Der Profit, der mit dem Handel von gefälschten Arzneimitteln zu erzielen sei, liege höher als beim Drogenhandel. „Mit einem Kilogramm des Lifestyle-Produkts Viagra lassen sich auf dem Schwarzmarkt vermutlich zwischen 90.000 und 100.000 Euro erzielen. Für Ko­kain hingegen erhält man 65.000 Euro, für Heroin 50.000 Euro pro Kilogramm“, berichtet die ABDA.

Laut der Bundesvereinigung sind verschiedene Kategorien von Fälschungen auf dem Markt. Produkte ohne Wirkstoff, Produkte mit zu hohen oder zu niedrigen Wirkstoff­mengen und Produkte mit falschen Inhaltsstoffen.

„Die Fälschungen können toxisch sein wegen toxischer Inhaltsstoffe oder wegen der Über­dosierungen der korrekten Wirkstoffe“, warnt die ABDA in dem Infoblatt. Da Fäl­schun­gen zudem oft unter unhygienischen Be­dingungen hergestellt würden, könnten sie Verunreinigungen enthalten oder mit Bakterien kontaminiert sein.

Verbraucher sollten sich mit Verdachtsfällen an ihre Apotheke wenden: Die Arznei­mittel­kommission der Deutschen Apotheker (AMK) und das Zentrallaboratorium Deutscher Apotheker (ZL) seien die Hauptansprechpartner der Apotheken für den Umgang und die Untersuchung von Verdachtsfällen von Arzneimittelfälschungen, berichtet die ABDA. © hil/aerzteblatt.de

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