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Politik

Hessische Krankenhaus­gesellschaft: Mitarbeiter besser vor Aggression schützen

Montag, 20. Januar 2020

/dpa

Eschborn – Angesichts vermehrter Berichte über Gewalt in Notaufnahmen fordert die Hessische Krankenhausgesellschaft (HKG) speziell geschultes Personal zum Schutz der Mitarbeiter. „Aggressives Verhalten in den Notaufnahmen nimmt deutlich zu“, sagte HKG-Geschäftsführer Steffen Gramminger. Sozialarbeiter, Mediatoren und Sicherheitspersonal müssten eingesetzt werden, um das Personal zu entlasten und zu schützen. Dass das nötig ist, „muss erkannt und akzeptiert und somit auch finanziert werden“.

Die Krankenhäuser dürften mit dem Problem nicht alleine gelassen werden. „Gut ausgebildetes Deeskalationspersonal kann schon viel eindämmen, bevor es überhaupt zur Eskalation kommt. Das kann aber unser medizinisches Personal nicht leisten.“ Zuletzt hatte ein Umfrage bei allen Kliniken in Frankfurt gezeigt, wie viel sich die Mitarbeiter teilweise von Patienten und Angehörigen gefallen lassen müssen. 2020 sollen die Missstände auch Thema einer Regionalen Gesundheitskonferenz werden, ein Termin steht noch nicht fest.

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Ein Grund für die steigende Aggression ist aus Sicht der Hessischen Krankenhaus­gesellschaft Überlastung. Neben echten Notfällen würden in den Notaufnahmen Millionen ambulante Notfälle versorgt. Dafür gebe es weder genug Platz noch Personal noch eine ausreichende Finanzierung, kritisierte Gramminger. „Andererseits sind die Notaufnahmen aber auch ein Spiegelbild unserer Gesellschaft.“ Auf engstem Raum – und noch dazu in einer Ausnahmesituation – träfen hier die unterschiedlichsten Menschen aufeinander.

Neben dem Schutz der Mitarbeiter dringt die Krankenhausgesellschaft auf eine Entlastung der Notaufnahme. „Neben einer auskömmlichen Finanzierung der ambulanten Notfallbehandlung muss das System deutlich vereinfacht werden“, sagte Gramminger. „Nur wenn es der Patient versteht, wird er sich auch steuern lassen.“ © dpa/aerzteblatt.de

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Avatar #550935
Arco
am Montag, 20. Januar 2020, 19:59

Spiegelbild unserer Gesellschaft...

Richtig. Unsere Gesellschaft im Verfall begriffen. Hemmungsloser Egoismus, Hedonismus, Respektlosigkeit gegenüber alten Menschen, Unverschämtheiten der antiautoritär erzogenen Generation 50+ und derer Kinder....
Dazu kommen eingewanderte Gruppen aus Kulturen, die unsere Kultur, unsere Grundwerte und Religion ablehnen, die Scharia unserer Verfassung vorziehen, für die verbale und körperliche Gewalt "normale" Kommunikationsmittel sind und Frauen minderwertig sind.

Wenn diese Menschen medizinische Hilfe brauchen, werden sie schnell maßlos, aggressiv, beleidigend und manchmal sogar handgreiflich.
Pfleger und Ärzte müssen helfen, aber dürfen sich nicht wehren.
Aber sie können kündigen...
Und das tun sie. Zu Recht.
Es ist 1 Minute vor 12 um das zu ändern.
Zeigen wir Zivilcourage. Sagen wir nein zu Respektlosigkeit.
Selbstachtung ist kein Rassismus!
LNSLNS
LNSLNS LNSLNS
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