NewsPolitikNord­rhein-Westfalen startet App für Pflegeplatzsuche
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Nord­rhein-Westfalen startet App für Pflegeplatzsuche

Dienstag, 21. Januar 2020

/dpa

Düsseldorf – Mit einer neuen App sollen Pflegebedürftige und ihre Angehörigen in Nord­rhein-Westfalen (NRW) leichter einen Heimplatz finden können. Der Heimfinder NRW soll die Suche nach freien Langzeit- oder Kurzzeitpflegeplätzen ermöglichen. Eine Erweite­rung auf freie Plätze in Tagespflegeeinrichtungen sei geplant.

„Als erstes Bundesland führen wir eine App ein, die den Bürgerinnen und Bürgern flä­chen­deckend und tages­ak­tu­ell freie Pflegeplätze anzeigt“, erklärte Ge­sund­heits­mi­nis­ter Karl-Josef Laumann (CDU) bei der Vorstellung der Anwendung in Düsseldorf.

Anzeige

Damit die App die aktuelle Auslastung der Pflegeheime anzeigen kann, habe das Land die Einrichtungen gesetzlich verpflichtet, ihre freien Plätze tagesaktuell in eine vom Ministe­ri­um aufgebaute Datenbank einzugeben, sagte Laumann im Caritas-Altenzentrum Sankt Hubertusstift. So profitierten neben den Pflegebedürftigen auch die Heime von dem Pro­gramm.

„Der Heimfinder NRW bietet ihnen die Möglichkeit, freie Platzkapazitäten einfach und gezielt anzubieten sowie Platzanfragen bei eventueller Vollauslastung zu reduzieren“, so der Minister. Zugleich gewinne das Ministerium damit erstmals einen Überblick über die tatsächliche Versorgungssituation in den Regionen. „Gibt es nie oder selten freie Plätze, dann braucht es neue Angebote“, führte Laumann aus.

Laut Ministerium gibt es in NRW bisher kein flächendeckendes System, das den Bürgern freie Pflegeplätze anzeigt. Für die App sei deshalb auf ein bereits seit 2017 existierendes Programm des Rhein-Kreises Neuss zurückgegriffen worden.

Dieses Angebot sei für die landesweite Umsetzung weiterentwickelt worden. „Was in anderen Bereichen seit vielen Jahren selbstverständlich ist, soll nun auch in der Pflege in Nordrhein-Westfalen zum Standard werden“, betonte Laumann. © kna/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

25. Februar 2020
Berlin – In den Seniorenpflegeheimen in Deutschland sind mehr als 100.000 Pflegekräfte zusätzlich notwendig, um die hohe Arbeitsbelastung zu senken und eine angemessene Betreuung zu gewährleisten. Zu
Pflegeheime benötigen mehr als 100.000 zusätzliche Fachkräfte
25. Februar 2020
Durham/North Carolina – Eine für Kinder mit der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) konzipierte Spiele-App für Tablets hat in einer randomisierten Studie die Aufmerksamkeit und die
ADHS: Tablet-App trainiert (nur) die Aufmerksamkeit
25. Februar 2020
Heidelberg – Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) warnt davor, Gesundheits-Apps ungeprüft zu verwenden. Anwender sollten sich vorab vergewissern, wie sicher und valide die App arbeitet. Das DKFZ
Deutsches Krebsforschungszentrum empfiehlt Checkliste für Gesundheits-Apps
20. Februar 2020
München – Die Barmer hat sich für mehr Transparenz bei betreutem Wohnen sowie bei Wohngemeinschaften (WGs) für Pflegebedürftige ausgesprochen. Zum Schutz der Bewohner sollte mehr Transparenz über die
Barmer bemängelt fehlende Transparenz bei Pflege-Wohngemeinschaften
19. Februar 2020
Berlin – Pflege im Heim wird immer teurer. Die Eigenanteile, die Pflegebedürftige und ihre Familien aus eigener Tasche finanzieren müssen, stiegen weiter auf nun 1.940 Euro im Monat im bundesweiten
Zuzahlungen für Pflegebedürftige in Heimen steigen weiter
19. Februar 2020
Berlin – Mehrere Ärzteorganisationen kritisieren die vom Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium (BMG) geplanten Nachweise für Hersteller von digitalen Gesundheitsanwendungen. Die Fachanhörung zur
Ärzte und Kassen bewerten Vorgaben für Apps kritisch
18. Februar 2020
Hamburg – Über eine Smartphone-App werden schwangere Frauen und junge Eltern in Hamburg auf Wunsch an Arztbesuche für die Schwangerenvorsorge, zu Kindervorsorgeuntersuchungen sowie an Impftermine
LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER