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BioNTech will in Deutschland bleiben

Dienstag, 21. Januar 2020

/picture alliance

Mainz – Der Mainzer Krebstherapiepionier BioNTech hat sich nach seinem Börsengang in den USA zum Standort Deutschland bekannt. Die „Kombination USA-Deutschland“ sei für das Biotech-Start-up „genau die richtige“, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende und Vertreter des Haupteigentümers, Helmut Jeggle, dem Wirtschaftsmagazin Capital laut Vorabmel­dung.

Die Medizinfirma, die im vergangenen Oktober an der US-Technologiebörse Nasdaq an die Börse gegangenen ist, baut demnach auch eine Vertretung im Raum New York auf.

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Spekulationen über einen langsamen Abschied aus Deutschland wies Jeggle zurück: BioN­Tech profitiere nach wie vor von „deutschen Tugenden“ wie Ingenieurskunst, Kos­tenbewusstsein und der Loyalität der Mitarbeiter. Es gebe deshalb keine Pläne, das Unter­nehmen komplett in die USA zu verpflanzen.

Jeggle bemängelte allerdings fehlende politische Unterstützung. BioNTech könne am Standort Rheinland-Pfalz nicht das gleiche staatliche „Bemühen“ feststellen, wie es Tesla beim Bau seiner Autofabrik in Brandenburg oder Siemens bei seinem Start-up-Inkubator in Berlin genieße, monierte Jeggle im Gespräch mit dem Magazin.

BioNTech, das unter anderem an individualisierten, auf einzelne Patienten zugeschnitte­nen Immuntherapien gegen Krebs arbeitet, hat mit seinen Forschungen in der Biotech-Branche Aufsehen erregt.

Die Firma entstand 2008 in Mainz und hat mittlerweile mehr als 1.100 Mitarbeiter welt­weit. Im Herbst sammelte BioNTech beim Börsengang in den USA 150 Millionen Dollar (rund 135 Millionen Euro) ein, weniger als zunächst geplant. Jüngst verkündete BioNTech die Übernahme des US-Krebsspezialisten Neon Therapeutics für 67 Millionen Dollar. © dpa/aerzteblatt.de

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