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Dutzende Kliniken mussten 2019 in Afghanistan schließen

Donnerstag, 23. Januar 2020

/picture alliance, NurPhoto

Kabul – In dem vom Krieg zerrütteten Afghanistan sind im vergangenen Jahr 162 Ge­sund­heitszentren geschlossen worden.

Die medizinische Versorgung von rund einer Million Menschen sei dadurch beeinträchtigt worden, sagte ein Sprecher des afghanischen Ge­sund­heits­mi­nis­teriums heute. 52 der Zentren seien zerstört worden. Die anderen wurden demnach beschädigt oder mussten wegen des andauernden Konflikts den Betrieb einstellen.

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Allein in der ostafghanischen Provinz Nangarhar, in der die militant-islamistischen Tali­ban und die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) aktiv sind, seien mindestens 30 Gesund­heits­zentren geschlossen worden, sagte ein Sprecher der örtlichen Regierung. Er warf der Zentralregierung in Kabul vor, nichts dagegen unternommen zu haben.

Nach Angaben der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) waren 2018 in Afghanistan rund 3.100 Kliniken und andere Gesundheitseinrichtungen in Betrieb. Viele seien aber veraltet, zudem fehlten vielerorts Fachkräfte. Wer es sich leisten kann, lässt sich im Iran, in Pakis­tan oder in Indien ärztlich behandeln. © dpa/aerzteblatt.de

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