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Weltkriegsbombe auf Gelände der Kölner Uniklinik entschärft

Donnerstag, 23. Januar 2020

Ein Patient wird bei einer Evakuierung von Patienten auf dem Gelände der Kölner Universitätsklinik in einen Krankenwagen geschoben. /picture alliance, Rolf Vennenbernd

Köln – Spreng­­­­­­­­stoff­­­­­spezia­lis­ten haben heute in Köln-Lindenthal eine Zehn-Zentner-Welt­kriegsbombe unschädlich gemacht. Von der Entschärfungsaktion waren mehr als 14.000 Menschen betroffen, darunter 550 Patienten der Universitätsklinik Köln.

Gut 300 Einsatzkräfte evakuierten Teile der Universitätskliniken und ein Altenheim. Ins­gesamt mussten 8.000 Klinikmitarbeiter ihre Arbeitsplätze verlassen, auch 5.800 Anwoh­ner durften nicht in ihren Wohnungen bleiben.

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Der Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg war gestern bei Sondierungsarbeiten auf dem Klinikgelände in rund fünf Metern Tiefe entdeckt worden. Bereits gestern Abend hatten die Kölner Unikliniken mit den Vorbereitungen für die Verlegung von Patienten begonnen.

Sie wurden heute vorübergehend in anderen Teilen der Unikliniken oder in externen Einrich­tungen untergebracht. Auch Schulen und Kindertagesstätten wurden wegen der Bomben­entschärfung evakuiert.

Die großangelegte Evakuierungsaktion im linksrheinischen Köln-Lindenthal war bereits die zweite in der Domstadt in wenigen Tagen: Erst vorgestern wurde ein Blindgänger am Rheinufer im rechtsrheinischen Stadtteil Deutz entschärft. Tausende Firmenangestellte mussten ihre Büroräume in Köln-Deutz verlassen.

Im niedersächsischen Osnabrück machten Experten des Kampfmittelräumdiensts heute eine Weltkriegsbombe durch eine kontrollierte Sprengung unschädlich. Nach Angaben der Stadtverwaltung hatten zuvor rund 2.200 Menschen die Sperrzone rund um den Fundort des 250 Kilogramm schweren Blindgängers verlassen müssen.

Auch eine Flüchtlingsunterkunft mit 500 Bewohnern war betroffen. In einem Kranken­haus wurden während der Sprengung aus Sicherheitsgründen zudem Zimmer geräumt.

Nach Angaben der Osnabrücker Stadtverwaltung war ursprünglich eine Entschärfung der Bombe geplant. Nachdem die Experten an dem Sprengkörper aber überraschend einen Langzeitzünder entdeckten, wurde eine kontrollierte Sprengung unumgänglich. © afp/aerzteblatt.de

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