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Medizin

Akutes Leberversagen – rettende Transplantation in Deutschland zu selten

Montag, 27. Januar 2020

/dpa

Berlin – Eine rechtzeitige Vorstellung in einem Lebertransplantationszentrum kann bei akutem Leberversagen lebensrettend sein.

Trotz der hohen Mortalität von 47 % werden nur in 3,8 % der Fälle eine Lebertrans­plantation durchgeführt. Zu diesem Ergebnis kommen Nina Weiler und Co-Autoren in der aktuellen Ausgabe des Deutschen Ärzteblattes (Dtsch Arztebl Int 2020; 117: 43-50) nach Auswertung einer populationsbasierten Studie mit Daten von 25 Millionen gesetzlich Ver­sicherten zur Ermittlung der Inzidenz des akuten Leberversagens (ALV).

Das akute Leberversagen ist eine potenziell reversible, aber lebensbedrohliche Leber­funktionsstörung, die bei Nichtdurchführung einer Lebertransplantation oftmals tödlich ist.

Im Zeitraum der Studie wurden 4.652 Fälle mit ALV bei 4.621 Patienten identifiziert, resultierend in einer Inzidenz von 1,13 pro 100.000 Personenjahren.

Das durchschnitt­liche Alter der Patienten mit ALV betrug 60 Jahre. Bei 56 % der Patienten mit ALV wurde keine Nebendiagnose kodiert, die zur Bestimmung der Ursache des Leberversagens hinzugezogen werden konnte.

47 % der Patienten mit ALV starben innerhalb von 3 Monaten. Zudem wurden 203 Leber­transplantationen bei 176 Patienten mit ALV erfasst. Im 1. Jahr nach der Transplantation starben 19,5 % der Patienten. Die Autoren weisen darauf hin, dass die beobachtete Inzidenz der Studie höher ausgefallen ist, als sie ursprünglich erwartet haben. © LM/aerzteblatt.de

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