NewsMedizinOrthogeriatrische Mitbehandlung senkt Mortalitätsrisiko bei älteren Patienten mit Hüftfraktur
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Medizin

Orthogeriatrische Mitbehandlung senkt Mortalitätsrisiko bei älteren Patienten mit Hüftfraktur

Montag, 27. Januar 2020

/psdesign1, stock.adobe.com

Berlin – Insbesondere bei älteren Patienten besteht nach einer Hüftfraktur ein erhöhtes Mortalitätsrisiko. Die flächendeckende Einführung einer orthogeriatrischen Mitbe­handlung im Krankenhaus könnte jedoch dieses Risiko reduzieren.

Kilian Rapp und seine Co-Autoren kommen nach Auswertung ihrer Beobachtungsstudie zu dem Ergebnis, dass die Sterblichkeit bei Patienten mit einer orthogeriatrischen Mitbehandlung um 22 % geringer ist als bei der Vergleichsgruppe ohne Mitbehandlung (Dtsch Arztebl Int 2020; 117: 53-9).

Insgesamt untersuchten Rapp et al. die Daten von 58.000 Patienten mit Hüftfraktur, die älter waren als 80 Jahre. Mehr als 60 % wurden in einem Krankenhaus mit orthogeri­atrischer Mitbehandlung behandelt. Die durchschnittliche Dauer des Aufenthalts im Krankenhaus mit orthogeriatrischer Mitbehandlung war mit 19,8 Tagen länger als in den anderen Krankenhäusern mit lediglich 14,4 Tagen.

Gründe für das niedrigere Mortalitätsrisiko bei Patienten in Krankenhäusern mit ortho­geri­atrischer Mitbehandlung seien die zeitnahe Bearbeitung der akuten medizinischen Probleme, die Verfügbarkeit eines erfahrenen multidisziplinären Teams und die gemeinsame Betreuung durch Unfallchirurgen und Geriater.

Die Autoren sehen einen klaren Vorteil der orthogeriatrischen Mitbehandlung gegenüber den traditionellen Versorgungssystemen und empfehlen die weitere Einführung des Ver­sor­gungsmodells in die Krankenhäuser.

Auch Karsten Dreinhöfer weist im einleitenden Editorial (Dtsch Arztebl Int 2020; 117: 51-2) angesichts der zunehmenden Alterung der Weltbevölkerung auf die Notwendigkeit hin, dem weltweiten Apell nach einer Verbesserung der Versorgung von älteren Patienten mit Hüftfraktur zu folgen, um ein besseres Altern zu ermöglichen. © LM/aerzteblatt.de

Liebe Leserinnen und Leser,

diesen Artikel können Sie mit dem kostenfreien „Mein-DÄ-Zugang“ lesen.

Sind Sie schon registriert, geben Sie einfach Ihre Zugangsdaten ein.

Oder registrieren Sie sich kostenfrei, um exklusiv diesen Beitrag aufzurufen.

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort


Mit der Registrierung in „Mein-DÄ“ profitieren Sie von folgenden Vorteilen:

Newsletter
Kostenfreie Newsletter mit täglichen Nachrichten aus Medizin und Politik oder aus bestimmten Fachgebieten
cme
Nehmen Sie an der zertifizierten Fortbildung teil
Merkfunktion
Erstellen Sie Merklisten mit Nachrichten, Artikeln und Videos
Kommentarfunktion und Foren
Kommentieren Sie Nachrichten, Artikel und Videos, nehmen Sie an Diskussionen in den Foren teil
Job-Mail
Erhalten Sie zu Ihrer Ärztestellen-Suche passende Jobs per E-Mail.

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

30. Januar 2020
Berlin – Die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) hat eine Kurzfassung ihrer S2e-Leitlinie „Harninkontinenz bei geriatrischen Patienten, Diagnostik und Therapie“ herausgegeben. Die
Pocketleitlinie zur Harninkontinenz bei geriatrischen Patienten
22. Januar 2020
Düsseldorf – Die AOK Rheinland/Hamburg und das Malteser Krankenhaus Seliger Gerhard Bonn/Rhein-Sieg haben zum Jahresbeginn den nach eigenen Angaben bundesweit ersten Qualitätsvertrag zur Vermeidung
Qualitätsvertrag zur Prävention des postoperativen Delirs geschlossen
15. Januar 2020
München – Die Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) hat an ihrem Klinikum als erste und einzige Universität in Bayern eine Professur Geriatrie eingerichtet. „Die Bedeutung der Altersmedizin ist bisher
Uniklinik München: Bayernweit erste klinische Professur für Geriatrie
8. Januar 2020
Bethesda – Eine Analyse der Totenscheine in den USA deutet darauf hin, dass sich die Zahl der alkoholbedingten Todesfälle zwischen 1999 und 2017 verdoppelt hat. Die Ergebnisse wurden in Alcoholism:
Alkoholbedingte Todesfälle haben in den Vereinigten Staaten stark zugenommen
7. Januar 2020
San Diego – Die Umstellung von Kohle auf Erdgas könnte in den USA zwischen 2005 und 2016 geschätzt mehr als 26.000 frühzeitige Todesfälle verhindert haben. Zudem reduzierte das Abschalten von alten
Abschalten von Kohlekraftwerken wirkt sich auf Mortalitätsraten und Ernteerträge aus
26. November 2019
Köln – Eine neue Station für hochbetagte Patienten hat die Klinik II für Innere Medizin der Universitätsklinik Köln eingerichtet. „Unser Ziel ist es, mit der neuen Station eine Versorgungslücke zu
Universitätsklinik Köln bekommt Station für hochbetagte Patienten
4. November 2019
Berlin – 30 Jahre nach dem Fall der Mauer haben sich die Ost-West-Unterschiede in der Gesundheit deutlich verringert. Frauen haben in den neuen Bundesländern inzwischen sogar eine minimal höhere
LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER