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Krankenkassen wollen Abrechnungs­betrugsfälle gemeinsam verfolgen

Freitag, 24. Januar 2020

/dpa

Erfurt – Zur konsequenten Verfolgung von Abrechnungsbetrug im Gesundheitswesen wollen die Krankenkassen in Thüringen enger zusammenarbeiten.

Jahr für Jahr ent­stünden den Kranken- und Pflegekassen Schäden in Millionenhöhe etwa durch Abrechnung nicht erbrachter Leistungen durch Ärzte, Therapeuten oder Fahrdiens­te, erklärten die in Thüringen vertretenen Krankenkassen heute.

Eine jetzt abgeschlossene Vereinbarung der Krankenkassen sehe vor, dass diese sich ge­genseitig über Verdachtsfälle und Betrugsmaschen informieren und Polizei und Staats­an­waltschaft kassenübergreifend ermitteln.

Man verspreche sich dadurch eine beschleunigte Strafverfolgung, zumal von einzelnen Betrugsmaschen oft mehrere Kassen gleichzeitig betroffen seien, hieß es.

Die Krankenkassen verfügen in der Regel über eigene Abteilungen, die entsprechende Verdachtsfälle wie auch Hinweise auf Leistungsmissbrauch durch Versicherte prüfen. Auch bei der Schadensregulierung wollen die Krankenkassen zusammenarbeiten.

Zuletzt hatte ein bundesweiter Skandal um gefälschte Arzneimittelrezepte in Apotheken, der auch in Thüringen Kreise zog, für Schlagzeilen gesorgt. Dabei ging es unter anderem um teure Krebsmedikamente.

Das Amtsgericht Nordhausen hatte im vergangenen Jahr einen Apotheker und dessen Ehefrau jeweils zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt, eine Apothekenmitarbeiterin bekam eine Bewährungsstrafe. © dpa/aerzteblatt.de

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